Die Anderen

Honda CBR, Suzuki GSX-R, Yamaha YZF-R6 – allesamt keine schlampigen Motorräder. Fraglich allerdings, ob sie das Zeug haben, die gelungene 2000er-ZX-6R einzubremsen. Die Honda versucht’s mit ihrer sprichwörtlichen Ausgewogenheit, schnorchelt eher unauffällig vor sich hin, kommt damit sogar ziemlich weit. Nur leider geizt sie mit faszinierenden Momenten. Überdies wirkt ihr Motor ein wenig blutleer, kein Vergleich mit der Bombe aus dem letzten Test (Heft 26/1998).Suzuki bleibt sich ebenfalls treu, setzt nach wie vor auf schiere Größe. Die GSX-R ist ein Haus! Kommt daher wie eine 750er und fühlt sich auch so an. Eher unhandlich, dafür kräftig und unheimlich wichtig. Nix für Aufrechtsitzer. GSX-R 600 heißt Wettbewerb. Vor allem im weltmeisterlichen Chambon-Design: Alstare Corona Extra, Bier für Champions, standesgemäß Blau mit etwas Gelb.Yamaha. YZF-R6! Was für eine Granate. Klein, stark, anders. Geduckt, supersportlich. Ein Motor mit der Macht eines Volksbegehrens, ein Getriebe mit der Geschmeidigkeit einer Steinmühle. Und ein Fahrgestell, was für ein Fahrgestell. Agiler als die gesamte 600er-Bagage, stabil bis Topspeed, dabei erstaunlich komfortabel. Eine Konkurrenz für die Konkurrenz? Eigentlich eher eigenständig und sehr individuell.Und wo steht sie nun, die werte ZX-6R? Ziemlich gut da. Eine tolle 600er, allerdings für ziemlich viel Kohle. Mal sehen, was sie im alljährlichen Supersport-Vergleich anstellt, der natürlich noch einen anderen Hauptdarsteller haben wird: die Triumph TT 600.

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