Ducati 848

Äußerlich ist die Ducati 848 mit der im letzten Jahr beim Alpen-Masters angetretenen 1098 nahezu identisch. Weniger Hubraum, Gewicht und vor allen Dingen Leistung (125 PS) lassen Ehrfurcht und Respekt vor der brachialen Gewalt, die die große Duc umgibt, verblassen.

Die 848 kann ihre Leistung auf den „Bergrennstrecken“ der Region besser einsetzen als ihre große Schwester. Weich geht der V-Twin ans Gas, wirkt nicht ruppig oder gar trotzig, wenn die 848 durch enge Kehren zirkelt, und entfaltet seine Leistung über das recht weite nutzbare Drehzahlband sehr homogen. Die sechs Gänge lassen sich auf kurzem Weg exakt schalten, und das Getriebe ist gut abgestimmt. Nicht mehr zeitgemäß dagegen ist der hohe Kraftstoffverbrauch von im Schnitt sechs Litern, was die Reichweite bei 15,5 Liter Tankinhalt stark einschränkt.

Erwartungsgemäß straff agiert die Fahrwerksabstimmung. Perfekt für topfebenen Rennstreckenbelag. In den Bergen jedoch hat die 848 mehr mit Kraterlandschaften zu kämpfen, weshalb ihre Räder mitunter den Bodenkontakt verlieren. Auch lässt aufgrund der harten Abstimmung die Lenkpräzision zu wünschen übrig, zu zweit passt es einigermaßen. Außerdem erfordern schnelle Schräglagenwechsel mehr körperlichen Einsatz als bei der Konkurrenz. Und die stumpfe Bremse ist eines Supersportlers nicht würdig. So muss die 848 mit dem dritten Platz vorlieb nehmen. Aber immerhin besser als ihre große Schwester, die letztes Jahr die rote Laterne trug.

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