Ducati Monster 1200 S.

Ducati Monster 1200 S im PS-Fahrbericht 2017er-Modell gründlich überarbeitet

Die Ducati Monster 1200 S beginnt das Modelljahr 2017 mit einer so gründlichen Überarbeitung, dass Ducatis Projektmanager Stefano Tarabusi sie sogar "ein völlig neues Motorrad" nennt. Spürbar schärfer als das Vorjahresmodell ist die Ducati Monster 1200 S auf jeden Fall geworden.

Fahreindruck Ducati Monster 1200 S

Die 2017er-Ducati Monster 1200 S verrät sofort, wie sehr sie sich vom Vorjahresmodell unterscheidet: Das Heck steht steiler, die neue, wuchtigere Einarmschwinge reduziert den Radstand um 26 auf 1.485 Millimeter, die Gabel steht steiler, und dementsprechend fällt der Nachlauf kürzer aus. Alles deutet darauf hin, dass die Ducati Monster 1200 S deutlich agiler geworden ist.

Beim Fahren bestätigt die Ducati Monster 1200 S diese Vermutung schon nach wenigen 180-Grad-Jahren in den Seealpen bei Monaco: Sie bereitet keinerlei Mühe, nimmt leicht Schräglage ein, lässt sich prima wieder aufrichten und bleibt dennoch beim Anbremsen der nächsten Kurve sehr vertrauenswürdig und stabil - sicher auch ein Verdienst der Pirelli Diablo Rosso III. Leider bot die Teststrecke keine weiten, schnellen Kurven, um der Ducati Monster 1200 S auch hier auf den Zahn fühlen zu können. Sie fährt sich auf jeden Fall deutlich Vorderrad-orientierter und beinahe so sportlich wie die (weiterhin erhältliche) 160 PS starke Ducati Monster 1200 R.

Mit 147 PS und 126 Nm aus 1.198 cm³ ist die Ducati Monster 1200 S bestens motorisiert. Im Sport-Modus geht sie knackig ans Gas und lässt sich selbst mit nur 3000/min ohne Probleme um Kurven zirkeln. Kurven-ABS, Traktionskontrolle und Wheeliekontrolle sind an Bord, um die Performace der Ducati Monster 1200 S nicht in Verformung zu verwandeln.

Die S-Variante der 2017er-Ducati Monster 1200 ist 2900 Euro teurer als die Basisversion. Für diesen Aufpreis bietet sie ein Öhlins-Fahrwerk, Brembo M50-Bremsen vorn, einen Quickshifter mit Blipperfunktion und leichtere Räder sowie ein Karbonschutz"blech" vorn. Vermissen darf man allerdings bei einem sportlichen Motorrad wie der Ducati Monster 1200 S einen Lenkungsdämpfer - gerade in diesem Preissegment.

Schlanker, schnittiger und stärker, so rollt die Ducati Monster 1200 als Standard- und S-Version in die Saison 2017. Mehr Power und besseres Handling trifft auf Assistenzsysteme, die aus der Panigale abgeleitet wurden.
Bildergalerie: Ducati Monster 1200 S.
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Technische Daten Ducati Monster 1200 S

Antrieb: Zweizylinder-90-Grad-V-Motor, vier Ventile/Zylinder, 108 kW (147 PS) bei 9.250/min, 126 Nm bei 7.750/min, Bohrung/Hub: 106,0/67,9 mm, 1.198 cm³, Verdichtung: 13,0:1, Zünd-/Einspritzanlage, 56-mm-Drosselklappen, hydraulisch betätigte Mehrscheiben-Ölbadkupplung, Sechsganggetriebe, Kette

Fahrwerk: Stahl-Gitterrohrrahmen, Lenkkopfwinkel: 66,7 Grad, Nachlauf: 86,5 mm, Radstand: 1485 mm, Ø Gabelinnenrohr: 48 mm (Standard 43 mm), Federweg v./h.: 130/149 mm

Räder und Bremsen: Leichtmetall-Gussräder, 3.50 x 17/6.00 x 17, Reifen vorn: 120/70 ZR 17, hinten: 190/55 ZR 17, 330-mm-Doppelscheibenbremse (Standard 320 mm) mit Vierkolben-Festsätteln vorn, 245-mm-Einzelscheibe mit Zweikolben-Festsattel hinten, Traktionskontrolle, Kurven-ABS

Gewicht: 211 kg vollgetankt (Standard 213 kg) Tankinhalt: 16,5 Liter Super

Grundpreis: 17.090 (Standard 14.190) Euro (zzgl. NK)

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