Ducati Monster 797 - erste Fahreindrücke Naked Bike für Einsteiger

MOTORRAD-Testredakteur Jens Möller-Töllner ist in Nizza die neue Ducati Monster 797 gefahren. Bei uns bekommt ihr vorab seine Fahreindrücke zu lesen, der Fahrbericht kommt in MOTORRAD 8/2017, ab 31. März am Kiosk.

Die Alten wissen es noch: Als die erste Ducati Monster, die M900, 1993 auf die Straßen losgelassen wurde, werkelte in ihrer Mitte ein luftgekühlter Motor. Der war lange Standard in verschiedenen Hubraumausführungen. Und musste doch vor nicht allzu langer Zeit seinen Hut nehmen, in Sachen Performance war mit ihm kein Blumentopf mehr zu gewinnen.

MOTORRAD-Testredakteur Jens Möller-Töllner ist in Nizza die neue Ducati Monster 797 gefahren.

Doch darum geht es gar nicht immer, wie auch Ducati selbst lernen musste. Kaum verschwand der luftgekühlte L-Twin aus der Monster-Baureihe, wurden die Rufe nach ihm immer lauter. Die Scrambler-Modelle aus dem gleichen Haus zeigen schließlich, dass sich Luftkühlung und Euro 4 durchaus vereinen lassen.

Ducati Monster 797 für Einsteiger

Ducati besann sich daher auf das alte Baukastenprinzip, das die Monster-Baureihe schon immer ausgezeichnet hat, und präsentierte just die Ducati Monster 797 – mit dem fahrtwindgekühlten Antrieb der Scrambler-Baureihe. Puristen werden aufatmen und ein Stück weit haben sie Recht, denn mit der Monster 797 hat Ducati ein flotten Landstraßenfeger geschaffen. Die 73 Pferdestärke seines luftgekühlten Herzens sind zwar nicht dafür geschaffen Rundenrekorde zu brechen, Anfänger werden sie aber mehr als begeistern. Und genau die hat die Ducati Monster 797 im Visier.

Als Überzeugungsargument führt der Antrieb piekfeine Umgangsformen ins Feld, angefangen von Ansprechverhalten bis hin zum starken Drehmoment-Hügel in der Drehzahlmitte. Alle 73 Pferde versammelt der Motor dann bei 8.250/min.
Dazu bekam die Ducati Monster 797 ein sehr ordentliches Fahrwerk mit auf den Weg. An der Front werkelt eine 43er-Upside-down-Gabel von Kayaba, hinten kommt ein Sachs-Federbein zum Einsatz, das sich in der Federvorspannung und in der Zugstufe an persönliche Vorlieben anpassen lässt. Gabel und Dämpfer erledigen ihren Job sehr ordentlich, vereinen tolle Fahrstabilität mit gutem Handling. Und wenn es doch mal enger werden sollte, sorgen Brembos M32-Monoblocks an der Front für kurze Anhaltewege.

Die gute Ausstattung macht auch vor den Reifen nicht halt: Einmal auf Temperatur gebracht, spielen Pirellis Diablo Rosso II gekonnt mit im Kurvendickicht. Nur beim Aufstellmoment beim Bremsen in Kurven lassen sie noch Luft nach oben.
Insgesamt haben die Bologneser mit der Ducati Monster 797 ein rundes Paket geschnürt, das ab 8.990 Euro zu haben ist

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