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Schon gefahren: E-Bike Zero S Elektro-Bike Zero S aus Kalifornien

Trotz wenig Konkurrenz bemüht sich Zero stetig um die Verbesserung seiner E-Bike-Modelle. Für 2012 gibt’s Höchstgeschwindigkeit und Reichweite satt für das Elektro-Bike Zero S.

Sie ist der Knackpunkt  eines jeden Elektrofahrzeugs: die Reichweite. Man muss zwar nicht quer durch ganz Deutschland kommen, aber für ein freizeitorientiertes E-Bike wie die Zero S dürfen es dann schon 100 Kilometer oder etwas mehr sein. Und tatsächlich hat der kalifornische Hersteller Zero seine Hausaufgaben diesbezüglich gemacht, verspricht beim Modell mit der großen Batterie (9 kWh, 13 995 Euro) gut 180 Kilometer, der kleine Stromträger (6 kWh, 11 495 Euro) soll 120 Kilometer schaffen. Im Alltagseinsatz pendelt sich die Reichweite - je nach Fahrweise - nicht selten bei 50 bis 60 Prozent der Werksangabe ein. Immer noch respektabel, wenn man bedenkt, dass das 2011er-Modell bei engagierter Fahrt schon mal nach 20 Minuten stillstand. Und dann mal eben neun Stunden den Akku laden? Nein danke. Immerhin gibt’s gegen Aufpreis Schnellladegeräte, die die Zeit auf 2,4 Stunden drücken sollen.

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Foto: Hersteller

Apropos drücken: Wie gut geht die neue S denn nun? Gleich die ersten Meter enttäuschen, ist doch nichts vom für einen Elektromotor typischen hohen Anfahrdrehmoment zu spüren - ein Controller zügelt übereifrig den sonst so faszinierenden Vorwärtsdrang. Erst ab etwa 60 km/h legt die S zu, rennt los wie von der Tarantel gestochen. Gott sei Dank haben die Amis auch Hand ans Fahrwerk gelegt, die Zero fährt sich endlich wie ein normales Motorrad. In engen, langsamen Kurven allerdings fühlt es sich an, als ob gleich das Vorderrad einklappen wollte. Im Übrigen gibt es an Handlichkeit und Stabilität nichts auszusetzen, da hat wohl jemand einen guten Job gemacht.

Anders verhält es sich bei den Bremsen: Vorn verzögert die Anlage bei energischem Zug am Hebel noch ganz vernünftig, hinten hingegen sieht es düster aus. Ein Tritt aufs Pedal lässt die Zange nur zart an der Bremsscheibe knabbern. Aber keine Sorge, so schnell, wie die Kalifornier reagieren, darf man getrost auf Besserung schon beim Modell 2013 hoffen. Vielleicht sogar auch nochmal bei der Reichweite?

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Die Daten*

Motor:  Bürstenloser Elektromotor
Batteriekapazität: 120 Ah
Kraftübertragung: Zahnriemen
Leistung: 9 kW (12,2 PS)
Max. Drehmoment: 57 Nm
Bremse vorn: Scheibe (Ø 310 mm)
Bremse hinten: Scheibe (Ø 220 mm)
Reifen vorn: 110/70-17
Reifen hinten: 130/70-17
Federweg vorn/hinten: 140/149 mm
Reichweite: ca. 183 km
Ladedauer: 9 Stunden
Höchstgeschwindigkeit: 142 km/h
Farben: Rot, Schwarz
Kosten pro 100 km: weniger als 1,00 Euro
Preis: 13 995 Euro

 

Kurzurteil

+ Attraktives Design
+ Niedriges Gewicht
+ Deutlich höhere Reichweite als noch vor einem Jahr
+ Extrem günstiger Unterhalt
+ Wartungsarm
+ Gute Höchstgeschwindigkeit
- Teuer
- Schwache Bremsen
- Schnellladegerät kostet satte 500 Euro extra
- Teils kippeliges Fahrverhalten 


*Werksangaben

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