Exklusivste Technik für jedermann

Die Vertemati ist gespickt mit eigenwilligen, edel verarbeiteten Lösungen

High-Tech in Serie, unter diesem Motto steht die Vertemati. Viele technische Finessen der Italienerin gibt es sonst nur bei sündhaft teuren Werksmaschinen zu bewundern. Zum Beispiel der Stirnradantrieb der Nockenwelle, dessen Zahnradhälften zum Zwecke der Geräuschminderung durch Federn verspannt sind. Im Gegensatz zur üblichen Steuerkette ist die Übertragung durch Zahnräder exakter und drehzahlfest. Die Ventilsitze sind aus einer superharten Beryllium-Legierung, daher finden sich an den Kipphebeln keine Einstellschrauben. Eine Korrektur des Spiels ist laut Vertemati nicht nötig. Das Kassettengetriebe erlaubt bei eingebautem Motor den Tausch von Zahnrädern zwecks Reparatur oder Änderung der Übersetzung, dazu stehen für die einzelnen Gänge unterschiedliche Abstufungen zur Wahl. Auch der Wechsel zwischen Drei- und Fünfgang-Version für Cross und Enduro ist schnell möglich. Der Kickstarter wird nach vorn getreten, das bringt mehr Weg, da die Fußraste nicht im Weg steht. Das Gehäuse besteht aus leichtem Magnesium (Motorgewicht 26 Kilogramm). Die Kupplung wird hydraulisch betätigt, das Spiel am Hebel ist somit konstant.Der Rahmen wird aus fünf Teilen verschraubt. Risse sollen durch Vermeidung von Spannungspitzen und weitgehenden Verzicht auf Schweißnähte verhindert werden. Zudem lassen sich bei Beschädigungen Einzelteile des Rohrwerks ersetzen. Luft saugt der Motor wie eine Husaberg durch das zentrale Kastenrohr, auf dem sich der relativ kleine Luftfilter unterhalb der Sitzbank befindet. Die Schwinge ist verschraubt. Die Arme sind jeweils vom Schwingenlager bis zur Achse aus einem geschmiedeten Teil, empfindliche Schweißnähte entfallen dadurch. Mit 116 Kilogramm (ohne Benzin) ist die Vertemati kein Federgewicht, allerdings ist sie bereits im Serienzustand absolut rennfertig.

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