Fahrbericht Daelim Roadwin 125 R Schnelldreher

Daelim Roadwin 125 R
Motor: wassergekühlter Einzylinder-Viertaktmotor, zwei oben liegende, kettengetriebene Nockenwellen, vier Ventile, Einspritzung, Ø 28 mm, geregelter Katalysator, Fünfganggetriebe, O-Ring-Kette.

Bohrung x Hub56,5 x 49,5 mm
Hubraum124 cm3
Verdichtungsverhältnis 12:1

Nennleistung10,9 kW (15 PS) bei 10500/min

Max. Drehmoment11,8 Nm bei 8500/min
Fahrwerk: Rohrrahmen aus Stahl, Telegabel, Zentralfederbein, direkt angelenkt, Scheibenbremse vorn, Ø 276 mm, Doppelkolben-Schwimmsattel, Scheibenbremse hinten, Ø 220 mm, Doppelkolben-Schwimmsattel.
Reifen 110/70-17; 140/60-17

Maße und Gewichte: Radstand 1380 mm, Sitzhöhe* 780 mm, Gewicht vollgetankt* 162 kg, Tankinhalt 15 Liter.

Gewährleistungzwei Jahre
Farben Blau, Rot
Preis inkl. Nebenkosten3690 Euro

Foto: Enzmann
Mit einer topmodernen, 15 PS starken und sehr erwachsen wirkenden Viertakt-125er will Daelim aus Südkorea der erfolgreichen Honda CBR 125 R das Leben schwerer machen. Schon beim Aufsitzen überzeugt die Roadwin 125 R mit perfekter Ergonomie und großzügigem Platzangebot auch für große Menschen. Nichts unterdimensioniert – die Verkleidung mit Doppelscheinwerfer und LED-Blinkern, das Digital-Cockpit mit analogem Drehzahlmesser, und die griffigen Hebel und Schalter könnten auch an einer 600er sitzen.

Der neu konstruierte Vierventiler mit Wasserkühlung und Einspritzung meldet sich beim Druck aufs Anlasserknöpfchen zunächst heiser pröttelnd und holt den Fahrer in die Realität zurück. Der kleine Einzylinder braucht zum Anfahren Drehzahlen wie ein Zweitakter, 5000/min sollten es schon sein. Zwischen 7000 und 11000/min spielt sich das wahre Leben ab, da galoppieren die von Importeur Leeb versproche­nen 15 Pferde über die Piste, untermalt von sportlichem Sound. Ordentlich gedreht schwingt sich die Roadwin zu Ta­cho 125 auf, was die als Vmax angegebenen 110 km/h durchaus glaubhaft wirken lässt.

Das mit koreanischen Swallow-Reifen bestückte Fahrwerk vermittelt einen ruhigen und präzisen Eindruck: Handlich und sehr neutral lässt sich die Daelim durch Kurven scheuchen. Die fünf Gänge flutschen wie von selbst, die beiden Scheibenbremsen packen weich und kraftvoll zu. Da kann man auch darüber hinwegsehen, dass eini­­ge Details wie Kettenblatt und Schwinge etwas billig wirken.

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