Fahrbericht Piaggio Carnaby Easy going

Nach Londons berühmter Carnaby Street wurde schon alles Mögliche benannt, vom Autoradio über Turnschuhe bis zu Badezimmerfliesen. Nun ist ein Roller an der Reihe, nämlich der neue Großradler von Europas größtem Rollerbauer Piaggio. Die Botschaft hinter dem Namen ist klar: Mit dem Carnaby soll alles leicht und einfach gehen, eben »easy going’« wie im London der 70er Jahre. Optisch ist der Neue, den es als 125er und 200er gibt, jedoch ganz modern, nämlich kompakt und agil. Er wurde vornehmlich für die Stadt konzipiert und lässt sich mit seinem breiten Lenker willig steuern. Dank des hoch angebrachten Trittbretts schafft er erfreuliche Schräglagen und wieselt flink um Autokolonnen herum. Die Scheibenbremsen vorn und hinten packen kräftig zu, für viel Stabilität sorgen die hohen 16-Zoll-Räder. Wegen ihnen passt ins Fach unter der Sitzbank nur ein kleiner Jet-Helm, doch dafür bietet Piaggio als Zubehör vom Topcase bis zur passenden Einkaufstasche alles für den kommoden Gepäcktransport. Insgesamt ein erfreulich unkomplizierter Roller ohne Schnickschnack, der sich in beiden Hubraumvarianten prima für flotte Stadtfahrten eignet. Einziger Kritikpunkt sind die hart ausgelegten Federbeine, die so manches Schlagloch an den Fahrer weitergeben. Auf den deutschen Markt kommt der Carnaby voraussichtlich im Mai, vorerst allerdings nur in der 125er-Version. ebr

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