Honda Fireblade

Foto: Künstle
Noch nie war die Fireblade so leicht, so sportlich, so aggressiv. Mehr denn je ein Rennstreckenmotorrad – und deshalb weniger alpentauglich? Die Sitzposition ist jedenfalls sportlicher als bei der 848. Vor allen Dingen die Fußrasten sitzen sehr hoch. Trotzdem, so wird man später registrieren, taugt die Ergonomie durchaus zu forcierten Tagesritten durch die Alpen.

Das voll einstellbare Fahrwerk ist erste Sahne. Sensibel reagieren die Federelemente auf feinste Bodenunebenheiten, stecken selbst harte Bodenwellen, tiefe Schlaglöcher und holprigen Asphalt weg. Unbeeindruckt pfeilt die Fireblade durch die Berglandschaft, als wäre die Achterbahn eine Autobahn. Perfekt die Rückmeldung an den Fahrer, brillant ihre Stabilität, grandios ihre Gelassenheit. Vehement verzögern die Bremsen, lassen sich auf den Punkt genau dosieren. Stempelndes Hinterrad beim hektischen Runterschalten vor einer Kehre kennt die Honda dank einer Anti-Hopping-Kupplung nicht.

Säuselnd und mit geschmeidiger Gasannahme macht der Vierzylinder zunächst mal auf die sanfte Tour. Aber aufgepasst! Ab 4000/min hebt das Tier die Pranke, giert zornig nach Drehzahl, als wolle es im nächsten Moment eine Lawine lostreten. Jetzt voll die Segel setzen, fast 180 PS freien Lauf lassen, man wäre unweigerlich zum Kentern verurteilt. So wird ein Großteil der Leistung in den Alpen kaum herausgefordert. Gleichwohl reicht es der Fireblade zum Einzug ins Finale.

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