Honda Hornet 900 Modell 2004 Mit neuen Teilen

Foto: Jahn
Honda Hornet 900, Modell 2004
Honda Hornet 900, Modell 2004
Komischer Winter – der Schlitten vom fröhlichen Schneetreiben in der vergangenen Woche steht noch vor der Tür, und daneben parkt ein Motorrad, mit dem man eben eine beschwingte Testrunde absolviert hat. Bei frühlingshaften Temperaturen. Mit der Honda Hornet 900 des Jahrgangs 2004, die dezent, doch gezielt modifiziert wurde.
An erster Stelle zu nennen sind die neuen, jetzt in Vorspannung und Zug-
stufe einstellbaren Federelemente und die Chromeinfassungen der Instrumente. Außerdem soll das Kennfeld der Zünd-/
Einspritzanlage für besseres Ansprechverhalten des Motors überarbeitet wor-
den sein. Auf die Entfaltung von Leistung und Drehmoment wirkt sich das nicht
aus; die Kurven vom letzten Test (Heft
2/2004) und vom neuen Modell sind praktisch deckungsgleich. Deshalb verzichtete
MOTORRAD darauf, die Fahrleistungen der kraftvollen Hornet neu zu messen. Die übrigen Neuheiten bestehen aus Kleinigkeiten wie zusätzlichen Gepäckhaken oder einem geänderten Sitzbankschloss. Nicht zu vergessen neue Farben wie das hier gezeigte Metallicblau.
Beim Fahren stellt die 900er rasch klar, dass die neuen Federelemente am stärksten zu spüren sind. In der mittle-
ren Einstellung der Zugstufe, die Honda serienmäßig vorgibt, war die Gabel sogar etwas zu straff, eine halbe Umdrehung weiter offen passte für die doch noch
frischen Temperaturen optimal (Einstellun-
gen siehe Kasten links). Die Hinterhand mit dem direkt angelenkten Federbein lässt sich damit perfekt synchronisieren, und die Einstellbereiche sind ziemlich breit ausgelegt. So bleiben Reserven für Sommerhitze und individuelle Bedürfnis-
se. Im direkten Vergleich mit einer Kawasaki Z 1000 zeigten sich deren Feder-
elemente bei ähnlich straffer Dämpfung mechanisch leichtgängiger als die der Hornet, die auch noch ein Quäntchen mehr Druckstufe gut vertragen würden.
Dafür bestach die 900er-Hornet durch
ihre größten Tugenden: Ausgewogenheit, Handlichkeit und Lenkpräzision. Auf eine Handbreit genau kann der Fahrer seine Linien ziehen und selbst in Schräglage über Bodenwellen halten, ohne dass sein Fahrplan gestört wird. Nicht zuletzt ein Verdienst der Bridgestone BT 56 in Son-
derspezifikation N/G, die in Lenkverhalten und Grip immer noch voll auf der Höhe der Zeit sind. Das Beste daran: Dieses Spaßpaket öffnet sich von selbst, ohne lange Entdeckungsfahrten. Deshalb lässt sich in Kauf nehmen, dass das An-
sprechverhalten des Motors nicht so gut gelungen ist. Bei niedrigen Geschwindigkeiten in Spitzkehren finden sich scharf akzentuierte Gasannahme und das Spiel im Antrieb weiterhin zu einem kernigen Lastwechselschlag zusammen.

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