Honda MSX 125 im Test Kreuz und quer an jeder Ampel auf Pole

Die Honda MSX 125 bietet gerade mal 125 Kubik, 765 Millimeter Sitzhöhe und 10 PS Leistung - keine Daten, die Testredakteure in Wallung bringen. Mal schauen, ob der Funke trotzdem überspringt.

Foto: jkuenstle.de

Um die Honda MSX 125 wird hart gekämpft, der Fuhrparkleiter ungeniert umschmeichelt und die Redaktions-Tiefgarage ungewöhnlich oft besucht. Eine 50-Kilo-Fahrerin bekommt im vierten Gang, das Gas am Anschlag, gerade mal 95 km/h drauf. Auf der Autobahn heißt das: bummeln auf der rechten Spur. Also, warum stehen die ausgewachsenen Herren bei der Testfahrzeugvergabe Schlange?

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Kreuz und quer an jeder Ampel auf die Pole

Deshalb: Der Spaßfaktor des Honda-Winzlings ist im Gegensatz zum 5,5-Liter-Tank und den Zwölf-Zoll-Rädern riesig. Wir brausen ums Eck, drängeln uns an jeder roten Ampel auf die Pole und lassen bei Grün alle stehen. Und wir drängeln nicht nur zwischen zwei Spuren: Stehen die Pendler mal wieder zu dicht, schlängeln wir uns kreuz und quer an Spoilern und Stoßstangen vorbei - dort, wo andere Motorräder aufgeben müssen.

Selbst als Redaktionsriese Stefan Kaschel das Steuer übernimmt und sich die 50-Kilo-Frau auf den Sozius verzieht, kämpft sich die Honda MSX 125 noch tapfer durch den Stadtverkehr. Die Dämpfer gehen dann zwar noch nicht auf Anschlag, aber den ein oder anderen Tritt bekommt die Wirbelsäule der Mitfahrerin schon verpasst.

Aber täte es nicht auch ein kleiner Roller? Ja, und der ist mit seinem Einkaufstütenhalter, Helmhaken und Staufach auch noch praktischer. Das große Aber kommt jetzt nicht. Aber das kleine: Es ist 1760 Millimeter lang, 755 Millimeter breit und 1010 Millimeter hoch. Mit 2990 Euro zwar nicht gerade billig, dafür sehr gut verarbeitet, bassig schnurrend und schön anzusehen. Das beeindruckt wohl auch andere Verkehrsteilnehmer. Die machen nämlich bereitwillig Platz - auch wenn wir ihn gar nicht brauchen.

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