HPN - eine Legende lebt In einem Zehn-Mann-Betrieb entstehen die BMW-Boxer für die Wüste

HPN. Rallye-Freaks zergeht der Name auf der Zunge. Denn sie wissen: Zwei der legendären vier Dakar-Siege von BMW in den achtziger Jahren gehen auf die Kappe der zehn Mann kleinen Truppe in der bayrischen 1000-Seelen-Gemeinde Seibersdorf. 1981 holte der heute Dakar-Dirigent Hubert Auriol höchstselbst den Triumph für die Bajuwaren, 1985 überbrachte der Belgier Gaston Rahier den Siegerkranz - publicitymäßig natürlich für BMW. Doch hinter den Kulissen regierte der Enthusiasmus und das Know-how der nach den drei Firmengründern Alfred Halbfeld, Klaus Pepperl und Michael Neher HPN genannten Edel-Schmiede. Während für die Entwicklung der einzylindrigen F 650 nach wie vor BMW-Rallyeteamchef Richard Schalber verantwortlich zeichnet, betreibt HPN in Zusammenarbeit mit dem Stammwerk die Evolution des aktuellen Zweizylinder-Rallye-Prototyps.Was den zwei Wahl-Bayern - Neher verließ bereits 1987 das Dreigestirn - nicht schwer fällt. Rahmen, Schwingen und Leichtmetall-Tanks entstehen seit langem in penibler Heimarbeit in den Gemächern der Nobel-Schrauber. Wobei Klasse vor Masse geht. Ungefähr 60 Maschinen - ausschließlich Boxer-BMW - rüstet HPN (Telefon 08571/5300) in wüstentaugliche Fernreise-Boliden um. Qualität und individuelle Betreuung haben allerdings auch ihren Preis: Die Modellpalette reicht von 38000 Mark bis 43000 Mark.

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