Husaberg FE 450e

46 PS*, 112 kg*, 8295 Euro

Dass die Husaberg bis auf den von 10,5 auf 7,5 Liter verkleinerten und damit schmaleren Tank keine weitere Modifikation für das Jahr 2008 erhielt, hat seinen Grund: Zur Saison 2009 wird Husaberg eine motor- wie fahrwerksseitig völlig neue Konstruktion (siehe MOTORRAD 2/2008) auf die Räder stellen. Solange bleibt die bei KTM gefertigte Exil-Schwedin ihrem bisherigen Image treu: dem einer zwar trägen, dafür aber grundgutmütigen Enduro. Den größten Anteil an dieser Charakteristik besitzt der Motor, der extrem auf die Fahrbarkeit im unteren Drehzahlbereich ausgelegt ist. Faktisch kratzt der Single, wenn es sein muss, zwar wie seine Kollegen an der Grenze zu fünfstelligen Drehzahlen, schüttelt dann aber nervtötend.
Diese grundsätzliche Behäbigkeit des Antriebs überträgt sich auch auf das Fahrwerk. Selbst das mit 112 Kilogramm geringste Gesamtgewicht aller 450er-Sportenduros hilft dem Handling nicht auf die Sprünge. Einzig beim Einlenken in enge Anlieger flutscht die FE 450e handlich um die Kehren, tritt gut berechenbar und präzise an, macht diesen Vertrauensvorschuss auf Geraden bei höherem Tempo jedoch mit kräftigem Lenkerschlagen zunichte. Dafür mitver­antwortlich: die nur mäßig auf kleine Wellen ansprechende Gabel von WP Suspension.

Fazit: Die Husaberg bleibt ihrem gutmütigen Image treu. Laufkultur und Agilität sucht man indessen besser woanders

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