Im Test: Kawasaki VN 1700 Voyager Reisen und Cruisen mit dickem V2-Motor

Die Kawasaki VN 1700 Voyager ist ein klassisch gestalteter Tourencruiser mit modernen Vorzügen. Sieträgt ihren Einsatzzweck schon im Namen: Mit ihr soll man Reisen, und zwar möglichst bequem.

Die Kawasaki VN 1700 Voyager bringt unter ihrer gewaltigen Verkleidung jede Menge moderne Technik unten, die das Reisen möglichst komfortabel machen soll. Tempomat, Bordcomputer und Audiosystem mit Anschlussmöglichkeiten für iPod und CB-Funkgerät sind ebenso an Bord wie ein modernes Verbundbremssystem mit ABS.

Im Topcase der Kawasaki VN 1700 Voyager finden zwei Integralhelme Platz, das Gepäcksystem fasst insgesamt beeindruckende 126 Liter - das reicht für längere Ausflüge zu zweit. Leider fällt die Zuladung mit 180 Kilogramm relativ gering aus. Dieses Gewicht erreichen zwei Erwachsene mit voller Montur durchaus auch mal ohne Gepäck. Das zulässige Gesamtgewicht ist dennoch sehr hoch: 586 Kilogramm.

Damit ist klar, wer die Zielgruppe der Voyager ist: erfahrene Piloten, die wissen, wie man mit einem Supertourer umgeht. Die reine Motorleistung wird allerdings auch Anfänger nicht überfordern. Mit 73 PS ist die Kawa eher defensiv motorisiert. Dagegen liegen 136 Nm Drehmoment schon bei 2750/min an - perfekt für schaltfaules Cruisen in hohen Gängen.

In Sachen Komfort lässt die Kawasaki VN 1700 Voyager kaum Wünsche offen. Die Sitzkissen sind weich und bequem, die Füße ruhen auf Trittbrettern, der Sozius lehnt sich an das gepolsterte Topcase an, und die riesige Verkleidung leitet den Fahrtwind wirkungsvoll an den Passagieren vorbei. Dazu dringt die Lieblingsmusik aus der Stereoanlage. Was wünscht man sich mehr? Ein geringerer Verbrauch wäre nett. Bei Landstraßentempo genehmigt sich die 1700er locker 6,5 Liter - auf der Autobahn deutlich mehr. Dafür bietet die Kawasaki ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis und ist günstiger als die Konkurrenz.

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