Innere Werte: Das ist neu an der CBR 1100 XX Gepflegte Erscheinung

Bessere Umweltverträglichkeit und verbindlichere Umgangsformen kennzeichnen das modellgepflegte Honda-Flaggschiff. Das grüne Band der Sympathie erringt die neue XX mit einer geregelten katalytischen Abgasreinigung, die in Zusammenspiel mit einem Sekundärluftsystem die Einhaltung künftiger Emmissionsvorschriften garantiert. Als technische Voraussetzung ist der Motor mit einer elektronischen Kraftstoffeinspritzung ausgestattet, deren Steuergerät mit je einer Lambdasonde pro Abgasstrang kommuniziert. Die Formation der Krümmeranlage ist nunmehr aus dünnwandigem Edelstahl gefertigt, wobei die Rohre des ersten und vierten sowie des zweiten und dritten Zylinders zusammengeführt sind (vorher eins-zwei und drei-vier).Ein Quartett von Drosselklappengehäusen mit 42 Millimeter Durchmesser, von unterschiedlich langen Ansaugtrichtern gekrönt, bildet die oberen Atemwege des 1100ers. Diese ragen in einen geräumigen Filterkasten, der über zwei nach vorn gerichtete, unterhalb des Scheinwerfers mündende Kanäle mit der Außenwelt in Verbindung steht. Durch die Anordnung ist sichergestellt, daß dem Motor in allen Lebenslagen ausreichende Mengen kühler Luft zugeführt werden. Um Raum für dieses »Direct Air Induction System« zu schaffen, fand der bisher in der Verkleidungsnase untergebrachte Ölkühler oberhalb des Wasserkühlers Platz. Letzterer wurde dünner, führt die Wärme aber gleichwohl über eine größere Fläche ab.Ein Klopfsensor, an der Rückseite des Zylinderblocks plaziert, gibt dem Bordrechner die Handhabe, der Zündung im Interesse eines optimalen Motorwirkungsgrads stets die maximal mögliche Frühverstellung zu diktieren.Schließlich tut sich die neue 1100er an der Schnittstelle zum Benutzer durch ein automatisches Choke-System und eine Wegfahrsperre hervor, die über einen in den Zündschlüssel integrierten Chip deaktiviert wird.Im Vergleich zum Aufwand, der an der Peripherie des CBR-Triebwerks getrieben wurde, nehmen sich die Änderungen an der Hardware eher bescheiden aus: Modifizierte Nockenprofile helfen dem Vierzylinder im unteren Drehzahlbereich auf die Sprünge, eine neue Kupplung mit sieben statt neun Scheiben und neuem Belagwerkstoff trennt mit geringerer Handkraft, und ein Dämpfungssystem im Getriebe soll das Geräusch beim Einlegen des ersten Gangs im Stillstand reduzieren.Weitgehend unangetastet geht auch das XX-Fahrwerk in den neuen Modelljahrgang. Die habhaftesten Änderungen betreffen die Gabel, die eine geändete Dämpfungscharakteristik erhielt, sowie die Bremsanlage: Die vorderen Scheiben sind nunmehr an sechs statt sieben Punkten befestigt. Obendrein wurde die Abstimmung der CBS-Verbundbremse geringfügig modifiziert: Bei Betätigen des Fußhebels sorgt ein neues Proportional-Steuerventil für eine frontlastigere Verteilung der Bremskräfte.

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