Interview Dipl.-Ing. Gerd Ohrnberger

Interview Dipl.-Ing. Gerd Ohrnberger, Vizepräsident und Generalmanger von BRP-Rotax

Wer soll den Spyder kaufen?
Das Ziel lautet: Produktbegehrlichkeit wecken – bisher gibt es nichts Gleichwertiges zum Spyder.
Unsere Zielgruppe ist männlich, 35 bis 55 Jahre alt, und Besitzer des Autoführerscheins. Der Spyder ist definitiv eine Macho-Maschine für einen Kundenkreis, der das Freiluftfahren ebenso genießt wie das Gesehen werden und kein Motorrad fahren kann oder will.

Wo sehen Sie die Vorteile gegenüber einem Auto oder Motorrad?
Der Spyder bietet ein größeres Freiheitsgefühl als ein Cabrio, ist aber wesentlich sicherer und praktischer als Motorradfahren – Stichwort Sitzkomfort, Stauraum und ESP.


Gibt es ein Planziel?
85000 Snowmobile werden jährlich allein in Nordamerika abgesetzt – wenn nur ein Drittel von diesen Kunden den Spyder als Onroad-Alternative sehen... unser angestrebtes Ziel sind weltweit vorerst 20000 verkaufte Einheiten jährlich.


Wie soll die Kundenbetreuung funktionieren?
BRP kann sofort auf 1000 Powersports-Händler europaweit zurückgreifen, die Snowmobile und Wasserski verkaufen. Wir denken aber auch darüber nach, mit einem Automobilhersteller zu kooperieren.


Stichwort Autoführerschein: Wie wird das Fahrzeug bei der Versicherung eingestuft?
Es tritt gerade eine EU-Gesetzesnovelle in Kraft, nach der für Quads und auch unseren Roadster nur noch ein Kennzeichen vorgeschrieben sein wird – hinten. Wie die Versicherungen den Spyder allerdings einstufen werden... abwarten. Übrigens: Am kommenden Wochenende werde ich eine österreichische Mautstraße befahren. Mal schauen, ob ich eine Auto- oder Motorradvignette bekomme...

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