Interview Leo Schlüter

Kawasaki-Europa-
Pressechef Leo Schlüter
über die Bedeutung
der 600er-Klasse.

In Deutschland gab es in den vergangenen Jahren einen wahren Big-Bike-Hype, während die früher viel beachtete 600er-Klasse an
Bedeutung verlor. Gilt das für ganz Europa?
Auf keinen Fall. Nehmen wir zum Beispiel Italien. Dort war Kawasaki im vergangenen Jahr in der 600er-Klasse sehr erfolgreich und hat 2270 ZX-6R verkauft, 1000 mehr als in Deutschland, wo es 1170 waren. In Frankreich hingegen waren es nur rund 400, während in Großbritannien
mit 1130 Maschinen ähnlich viele an den Mann oder die Frau gebracht wurden wie in Deutschland. Ein einheitliches Bild ergibt sich aus diesen Zahlen nicht.
Sind Sie mit diesen Zahlen zufrieden?
Alles in allem können wir durchaus zufrieden sein. Insgesamt aber hatten wir für Europa 6000 Einheiten geplant
und haben 5350 verkauft. Damit kann man gut leben, doch wir
sehen mit der neuen ZX-6R, die gewiss in die richtige Richtung entwickelt wurde, Steigerungspotenzial. Unser Ziel sind 9500 verkaufte Einheiten.
Wie stand die 600er im vergangenen Jahr im Verhältnis zu ihrer großen Schwester ZX-10R da?
In ganz Europa haben wir rund 7000 ZX-10R verkauft.
Bei den großen Märkten liegt Deutschland mit 2050 Maschinen ganz vorn, gefolgt von Italien mit 1800 Motorrädern. In Frankreich waren es 760, in England, wo die enorm gestiegenen
Versicherungstarife ein echtes Problem sind, 845. Sie sehen, das Bild ist sehr unterschiedlich.

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