Kawasaki nimmt Stellung ...

... zum zunehmend lauter werdenden Getriebe und hartem Schaltschlag beim Einlegen des ersten Gangs.
Durch die ölgetränkten Reib- und Belagscheiben trennt eine Ölbadkupplung nie vollkommen, gerade beim ersten Start nach längerer Standzeit kleben die Beläge aneinander, was zu einem relativ harten ersten »Schaltschlag« führt. Manchmal schafft der Wechsel auf eine andere Ölsorte Abhilfe, oft genügt es, vor dem ersten Einlegen des ersten Gangs die Kupplung einen gewissen Zeitraum gezogen zu lassen und erst nach ein paar Sekunden den Schalthebel zu betätigen. Der Zustand der Kupplung und des Getriebes nach dem Dauertest zeigt aber auch, dass keinerlei Schäden zu befürchten sind.

... zu den schnarrenden Geräuschen («Rasseln«) nach dem Kaltstart.
Die korrekte Spannung der Steuerkette stellt sich erst ein, wenn der volle Öldruck am hydraulischen Kettenspanner anliegt. Das kann beim Kaltstart ein paar Sekunden dauern. Nach dieser Zeit sollte der Ventiltrieb aber ruhig und lautlos laufen.

... zur Umrüstaktion am Neigungswinkel-Sensor.
Kurz nach Markteinführung gab es eine Rückrufaktion bezüglich möglicher loser Befestigungsschrauben des Neigungswinkelsensors. Die Funktion des Sensors selbst war nicht betroffen. Alle betroffenen Fahrzeuge wurden bereits überprüft.

... zu kurzen 6000er-Wartungsintervallen.
Wir sind seit geraumer Zeit dabei, die Inspektionsintervalle dem Markt anzupassen. Die endgültige Entscheidung zur Änderung muss jedoch in Japan erfolgen.

... zur Leistungscharakteristik, also mauer Durchzug unterhalb 5000/min, Drehmomenteinbruch bei 3000/min.
Diese Reklamation ist uns bekannt. Es wurde intensiv an einer Modifikation für das Modelljahr 2008 gearbeitet.

... zu rubbelnden vorderen Bremsscheiben.
An den ausgetauschten Bremsscheiben lag weder ein Verzug noch eine über-mäßige Abnutzung vor. Wenn die Bremsscheibe mechanisch in Ordnung ist, also keine Unwucht hat, ohne Schlag rund läuft und nicht verformt ist, kann es sich nur ums sogenannte Heißrubbeln handeln. Das ist zu erkennen an meist blau gefärbten Flecken auf der Oberfläche der Bremsscheibe. Man nimmt an, dass lokale Überhitzung und eingebrannter Bremsbelagabrieb dafür verantwortlich sind. Wird etwa nach einer starken Bremsung (Passabfahrt oder Ähnliches) im Stand die Bremse betätigt, kann unter den Bremsbelägen partielle Überhitzung auftreten mit den erwähnten Folgen. Die Oberfläche dieser Flecken verfügt dann über einen anderen Reibwert als der Rest der Scheibe.

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