Kawasaki KLX 450 R

43 PS*, 118 kg*, 8795 Euro

Viele Jahre mussten die Kawasaki-Fans auf eine sportliche Enduro warten. Mitte des vergangenen Jahres beendete die KLX 450 R diese Durststrecke. Auch wenn die KLX auf der technischen Grundlage des Crossers KX 450 F basiert, adaptierten die Techniker das Bike mit einer Vielzahl von Maßnahmen (Elektro­starter, erhöhte Schwungmasse der Kurbelwelle, längerer Krümmer, leiserer Schalldämpfer, größerer Tank, modifizierte Federung, Lichtanlage) an den Enduro-Einsatz.
In der Tat sind in der KLX die Erban­-lagen des Motocross-Modells nicht mehr wiederzuerkennen. Den bulligen Durchzug des Cross-Aggregats tauscht der Enduro-Motor in den unteren Drehzahlen gegen einen butterweichen Antritt ein, packt ab dem mittleren Bereich äußerst agil an und geht in eine exorbitante Drehfreude über. Die Kehrseite der Medaille: Mit 43 PS (Cross-Modell: 50 PS) hält die KLX in Sachen Spitzenleistung im Testfeld die rote Laterne.
Auch die straffe Federungsabstimmung der KX weicht in der KLX einer butterweichen Auslegung. Die soften Federelemente schlucken jede noch so kleine Welle. Einen Tick zu komfortabel fällt allerdings die Stoßdämpferabstimmung aus. Das Heck hängt auch bei korrekt eingestelltem Negativdurchhang eindeutig zu tief, so dass in engen Kurven nicht genügend Last auf das Vorderrad gebracht werden kann. Die Folge: Die Front neigt zum Untersteuern.

Fazit: Die neue Kawa bereitet der Enduro-Szene eine positive Überraschung. Das Gesamtpaket überzeugt – bis auf die zu weiche Hinterradfederung

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