Kommentare MOTORRAD-Punktewertung

Foto: Jahn
Motor
Eigentlich sollte man meinen, die 1198 S würde dank ihres Leistungsüberschusses die 1098 S in Grund und Boden beschleunigen. Allerdings reißt der Motor so brutal an, dass bis in den dritten Gang nur mit Mühe das Vorderrad am Boden zu halten ist. Dass sich der Drehmomentvorteil nicht in besseren Durchzugswerten niederschlägt, liegt dagegen am Getriebe mit seinen länger übersetzten Gängen drei bis sechs, das aus der 1098 R stammt.

Fahrwerk
Vor allem der Wechsel der Bereifung hin zu Pirelli Dragon Supercorsa SP erweist sich als genialer Griff. Die 1198 gewinnt dadurch deutlich an Harmonie und etwas an Handlichkeit. Ein kongenialer Partner für ein geiles Motorrad. Im direkten Vergleich sorgte die etwas straffer agierende Gabel für einen zusätzlichen Schuss bessere Balance, woraus insgesamt ein wesentlich harmonischerer Fahreindruck resultiert.

Alltag
Arg viel gibt es hier nicht zu vermelden, es blieb ja praktisch alles beim Alten. Die Traktionskontrolle und der Ducati Data Analyzer verhelfen der 1198 S zu zusätzlichen Ausstattungs-Punkten. Und durch die längeren Spiegelausleger sieht man nun mehr in den Spiegeln als nur die eigenen Ellbogen. Weil die Kabel der Blinker lang genug sind, lassen sich die Spiegelverbreiterungen auch für 848 und 1098 nachrüsten.

Sicherheit
Noch ein Kapitel, in dem alles beim Alten blieb. Glücklicherweise, kann man da nur sagen. Denn die von einer Radialbremspumpe aktivierten Monoblock-Brembos lassen wirklich keine Wünsche offen. Da lacht das Racer-Herz.

Kosten
OKAy, wer viel leistet, muss ordentlich futtern. Sehr beachtlich: Wie alle Ducatis müssen auch die Hochleistungs-Vierventiler nur alle 12000 Kilometer zur Inspektion.

Preis-Leistung
Mäßige Noten für beide beim Preis-Leistungs-Verhältnis aufgrund des hohen Preises. Sechs Punkte mehr für die 1198 machen hier keinen Unterschied.

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