Kommentare MOTORRAD-Punktewertung

Motor
Egal, wie mans dreht: Der Motor der 690er ist beeindruckend. Spitzenleistung und Fahrleistungen suchen im Kreis der Singles ihresgleichen. Allerdings: Unter 3000/min gibt sich der Einzylinder unwirsch. Vibrationen sind im gesamten Drehzahlbereich präsent. Herausragend bleibt die leichtgängige APTC-Kupplung und das dank Einspritzung inklusive gut abgestimmten Motormanagements problemlose Startverhalten.

Fahrwerk
Erstaunlich, welch breites Spektrum das KTM-Fahrwerk abdeckt. Obwohl tendenziell sportlich-straff abgestimmt, erlaubt der Einstellbereich der WP-Federelemente auch bei moderatem Speed ausreichend Komfort. Überraschend bleiben – angesichts der Offroad-Optik – vor allem die Fahrwerksqualitäten auf der Straße. Flinkes Handling, gute Rückmeldung und grenzenlose Schräglagenfreiheit laden förmlich zum Tanz auf dem Asphalt ein.

Alltag
Einmal An Die schmale Sitzbank und die immer spürbaren, jedoch noch akzeptablen Vibrationen gewöhnt, kann die 690er getrost für den alltäglichen Ritt zur Arbeit eingesetzt werden, obwohl Gepäckunterbringung und Windschutz nicht zu den starken Seiten der Österreicherin gehören. Immerhin taugt die Reichweite mit 273 Kilometern selbst für ausgedehnte Feierabendrunden. Auch die Verarbeitung kann sich mittlerweile sehen lassen.

Sicherheit
ABS ist im Offroad-Segment ohne geeignete Regeltechnik weiterhin kein Thema. Allerdings zeigen sich die Bremsen unerwartet standfest. Selbst den überwiegenden und verschärften Einsatz auf Asphalt stand die Brembo-Einscheiben-Anlage locker durch. Ebenfalls kein Thema: Aufstellen beim Bremsen.

Kosten
Der mäßige Verbrauch wiegt finanziell die aufgrund der kurzen Intervalle hohen Inspektionskosten nicht auf. Dagegen sind die Kosten für Versicherung und Reifen recht niedrig.

Preis-Leistung
In Preis-Leistung eine Zwei-bis-drei. Nicht berauschend für ein hochwertig ausgestattetes Motorrad abseits vom Mainstream, aber in Ordnung.

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