Kommentare Punktewertung

Motor
Eine Offenbarung ist er nicht, der neue Motor. Beschleunigungs- und Durchzugswerte sind bestenfalls Klassenstandard. Gleiches gilt für das Ansprechverhalten, während die Laufruhe im Vergleich zum Vorgänger deutlich gewonnen hat. Das Lastwechselverhalten ist ohne Fehl und Tadel, das Getriebe etwas knochig, aber exakt. Den größten Fortschritt jedoch verzeichnet die CBF beim Startverhalten. Mit dem lästigen Chokegefummel ist Schluss.

Fahrwerk
Die stärkste Seite der neuen CBF 600 ist wie bei der Vorgängerin ihr Fahrwerk. Und dort wiederum ist es die Ausgewogenheit, die so begeistern kann. Egal, ob Handlichkeit, Stabilität, Lenkverhalten oder Rückmeldung – die CBF erledigt alles im Handstreich. Wenn sich dazu dann ausreichende Reserven selbst im Soziusbetrieb gesellen und außerdem der Komfort nicht auf der Strecke bleibt, kann man durchaus von "gelungen" sprechen.

Alltag
Und noch eine Paradedisziplin der neuen CBF 600 S. Es gibt nicht viele Motorräder, auf denen man sich auf Anhieb so wohl fühlt – und dieses Gefühl auch dauerhaft konservieren kann. Das gilt vor allem für den Fahrer, mit Abstrichen ebenso für den Sozius. Aber es gilt nicht bei Autobahntempo, weil dann die Turbulenzen hinter der steilen Scheibe stören. Das ist schade, denn mit dem großen Tank sind beträchtliche Reichweiten möglich.

Sicherheit
Nicht überragend, aber gut: An der Bremsperformance gibt es nichts zu kritteln, zumal die Bremsstabilität der CBF sehr hoch ist und das Aufstellmoment in Schräglage gering bleibt. Dazu das feine ABS – das Thema Sicherheit ist auf der Honda keines. Jedenfalls kein kritisches.

Kosten
Nicht überraschend, sondern klar: Wer CBF 600 fährt, muss sich in Kapitel Kosten keine großen Gedanken machen. Dazu trät auch der 160er-Hinterreifen bei, der die Unterhaltskosten im Rahmen hält.

Gesamtwertung
Mit der Note 1,3 liegt die CBF 600 S nur ein Zehntel hinter der Spitzenreiterin Triumph Street Triple. Und ist daher ganz klar ihr Geld wert.

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