Kurztest Sport-Enduro Suzuki DR-Z 400

Kurztest Sport-Enduro Suzuki DR-Z 400

Nachdem die reinrassige Sportlerin ihre Talente bereits im Fahrbericht (MOTORRAD 25/99) zeigen durfte, kam jetzt die Stunde der Wahrheit auf Waage und Prüfstand. Mit 128 Kilo vollgetankt und einer Spitzenleistung von gut 47 PS verfehlt sie die Papierform zwar knapp, liegt aber trotzdem im Klassendurchschnitt. Im Gewicht ist bereits der Straßenkit bestehend aus Lampenmaske, hinterem Schutzblech, Lenkerarmaturen sowie beleuchtetem Digtaltacho enthalten. In punkto Geräuschentwicklung trägt die Gelbe die rote Laterne - nervig laut brüllt es aus dem Dämpfer. Durchaus gelungen ist hingegen die bärige Leistungscharakteristik der – gegenüber der Konkurrenz - etwas langhubiger ausgelegten DR-Z. Vor allem der satte, stets kontrollierbare Leistungsanstieg im mittleren Drehzahlbereich sorgt für Begeisterung und tröstet darüber hinweg, dass die Spontanität des Vierventilers obenraus etwas nachläßt.Als fast schon zu agil erweist sich die Fahrwerksauslegung der Newcomerin. Speziell die komfortable Frontpartie wirkt nervös. Tendiert die kompakte Suzi beim Bremsen auf weichem Boden zu leichtem Untersteuern, muss der Pilot beim Tempomachen auf ausgewaschenen Pisten mit gelegentlichem Lenkerschlagen rechnen. Mit abgesenkter Gabel und veränderter Dämpfereinstellung kehrt aber wieder Ruhe ein.

Artikel teilen

Anzeige

Aktuelle Gebrauchtangebote