Lesererfahrungen Die Fahrer der Africa Twin sind sich einig

Selten waren sich die Leser in puncto Umbaumaßnahmen ihres Motorrades so einig wie im Fall der Africa Twin: Sturzbügel, Hauptständer und Tourenscheibe sind schon Fast Pflicht.

Foto: Kutschera
Wir fahren beide Africa Twin, Typ RD 04 und bleiben dabei, weil sie ein tolles und zuverlässiges Motorrad ist. Zusammen haben wir bereits 130000 Kilometer darauf zurückgelegt. Außer einer verschmutzten Hauptdüse und einer kaputten Batterie gab es bislang keine Defekte. Die Motorräder werden täglich für die Fahrt zur Arbeit benutzt und verrichten auch bei Schottereinlagen im Urlaub trotz ihres hohen Gewichts ihren Dienst. Vergangenen Winter wurden umfangreiche Umbauten vorgenommen: schmales Heck, Seitendeckel aus PVC, Rahmen kunststoffbeschichtet, Auspuff von Arrows. Es wäre schön, wenn Sie unsere Telefonnummern veröffentlichen würden, damit andere "Affen-Twin-Fahrer" Kontakt zu uns aufnehmen können.
Ralf Brömstrup, Osnabrück, T 05 41/442624 Helmut Dierkes, Hagen,T 05401/99580

Im Frühjahr 1994 kaufte ich mir die Africa Twin von einem Herrn, der mit seinen 1,60 Metern der XRV nicht ganz gewachsen war. Seitdem habe ich mit diesem Gefährt 20000 problemlose Kilometer zurückgelegt. Der Motor ist absolut vibrationsarm, springt zuverlässig an, könnte aber stärker sein und weniger Benzin verbrauchen. Weitere Kritikpunkte sind der relativ nutzlose Tripmaster und die sehr schnell durchgesessene und zu schmale Sitzbank. Das unverantwortlich breite Hepco-Becker-Kottersystem ist zwar sehr teuer, aber auch sehr solide.
Tobias Fuchs, Biberach

Meine 1991 gekaufte XRV 650, Baujahr 1989. hat inzwischen 58000 Kilometer auf dem Buckel undlief immer problemlos. Um den Winddruck zu reduzieren, stattete ich die Maschine mit einer Spoilerscheibe von MRA aus. Anfang des Jahres wechselte ich von Bridgestone-Bereifung auf Michelin T66X (Einzelabnahme beim TÜV). Spurstabilität, Schräglagenhaftung und Handling lassen seitdem keine Wünsche mehr offen. Der Verbrauch reicht von fünf Litern bei Landstraßenfahrt bis neun Liter bei Autobahn-Vollgas.
Michael Wildhagen, Aachen

Im Juni1991 kaufte ich mir eine neue XRV 750.Bis jetzt hat die Maschine 30000 Kilometer auf dem Tacho. Während dieser Zeit hat sie zwei Kupplungszüge und drei Tachowellen verschlissen. Als Zubehör montierte ich Hauptständer. Sturzbügel und Kofferträger. Außerdem verlängerte ich den hinteren Kotflügel nach vorn bis zur Schwinge, um das Federbein vor Verschmutzung zuschützen. Da der Motor nach längerer Standzeit schlecht anspringt, habe ich die Benzinpumpe mit einem Zeitrelais angesteuert. Dieses ist im Elektronikfachhandel für rund zehn Mark erhältlich. Sobald die Zündung eingeschaltet wird, sorgt die - normalerweise nur bei laufendem Motor arbeitende - Benzinpumpe etwa zwei Sekunden für frischen Sprit. Seit Ablauf der Garantiezeit führe ich die Wartungsarbeiten selbst durch, was mit etwas handwerklichem Geschick kein Problem darstellt, dafür eine Menge Geld spart. Ich werde meine Maschine nie verkaufen, außer für eine XRV 900 mit Kat, ABS und 80 PS.
Hans·Peter Pius Willax, Hohenschambach

Ich habe meine 1990 gekaufte XRV mit Honda-Kofferträger, JF-Sturzbügel und aufgepolsterter Sitzbank aufgerüstet. Auf über 54000Kilometern hatte ich bisher lediglich ein Radlager und das Lenkkopf-Kugellager zu beklagen. Das Lenkkopflager ersetzte ich durch das Kegelrollenlager der XRV 650 (gleiche Einbaumaße). Die Kombination von großer Tourentauglichkeit, gutem Fahrwerk, guten Bremsen und hoher Zuverlässigkeit macht die Africa Twin für mich zum idealen Motorrad.
Michael Fister, Schonungen

Die Leserbriefe geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wieder. Außerdem kann MOTORRAD keine Garantie für die Gefahrlosigkeit der geschilderten Umbaumaßnahmen leisten.

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