Lesertest Yamaha MT-09 MOTORRAD-Leser testete das neue Dreizylinder-Funbike

Nach dem Abschluss der Pressevorstellung der Yamaha MT-09 waren 19 Gewinner eines internationalen Preisausschreibens in Split/Kroatien an der Reihe, sich über das neue Dreizylindermotorrad ein Urteil zu bilden. Für Deutschland dabei: MOTORRAD-Leser Martin Weniger aus Hattingen.

Foto: Yamaha

Yamaha Motor Europa hatte über die Landesimporteure interessierte Motorradfahrer aufgefordert, sich für die Teilnahme an der Präsentation der Yamaha MT-09 zu bewerben. In Deutschland geschah das über die Website von Yamaha Motor Deutschland und über die Zeitschrift MOTORRAD.

In Kroatien boten sich den Teilnehmern einzigartige Motorradstraßen, die zum Besten zählen, was Europa zu bieten hat. Es ergab sich ein anspruchsvoller Mix aus schnellen, lang gezogenen Kurven, engen Kehren, aber auch langsamen Durchfahrten durch malerische Dörfer. Insgesamt eine ideale Mischung, um sich von den Qualitäten des neuen Motorrades ein Bild zu machen.

Der deutsche Teilnehmer Martin Weniger war einer der erfahrensten Teilnehmer der Veranstaltung, mit einer Zweiradkarriere, die 1982 auf einer Yamaha DT 80 MX begann. "Die MT-09 ist ein großartiges Konzept, und die Einladung nach Split kam für mich zu einem perfekten Zeitpunkt", kommentiert Martin, der in seiner heimatlichen Garage in Hattingen bereits drei Yamahas beherbergt, seine Eindrücke.

"Im Augenblick habe ich einen Sport-Tourer, ein Naked Bike und eine Supermoto. Derzeit bin ich auf der Suche nach einer weiteren Bereicherung meiner Garage. Ich habe auch Modelle anderer Marken ausprobiert, aber was mich bei der MT-09 besonders beeindruckt hat, ist die Kombination aus dem agilen Fahrwerk und der Drehmoment-Charakteristik des Dreizylinder-Motors."

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Martin fährt fort: "Vorab waren wir instruiert worden: Bitte im B-Mode starten, Straßenverkehrsregeln beachten, etc. Da ich schon sehr viele verschiedene Mopeds bewegt habe, ist es mir nicht schwer gefallen, in wenigen Sekunden Kontakt zur Yamaha MT-09 aufzubauen. Draufsetzen, anmachen, losfahren, wohlfühlen. Was den B-Mode angeht: Einmal gestartet, ist der Standard-Mode aktiv. Das war auch so lange, bis ich die Schranke am Hotel ganz rechts, ohne zu öffnen, passiert hatte. Dort wurde 'meine' Yamaha MT-09 erst mal auf A umgeswitcht.

Die Kleine hat mir dann auch sehr schnell ihren herrlichen, sehr bezaubernden Charakter gezeigt. Die Küstenstraße entlang, durch kleine Ortschaften, mit diversen Blechschildern und ununterbrochenen, zum Teil doppelt durchgezogenen, weißen Linien, auf dem schönen warmen Asphalt, da fiel es uns nicht schwer, den ein oder anderen Verkehrsverstoß zu begehen. Who cares? Und in den Bergen war dann später sowieso niemand, den das überhaupt hätte interessieren können. In zügiger Gangart sind wir ein Stückchen ins Küstengebirge abgebogen und haben dort ein paar, wie ich finde, sehr schöne Fotos geschossen.

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Auf der kurvigen Strecke durfte ich zum ersten Mal meine Fußspitzen mit dem Asphalt in Berührung bringen und in den Kurvenausgängen den sauber durchbeschleunigenden Yamaha MT-09-Motor zum Schreien bringen. Was mir persönlich an diesem Motor sehr gefällt, und was ich auch auf Grund der Vorabinformation zur Motorcharakteristik erwartet habe, kam jetzt zum Vorschein: Man kann schalten, man muss aber nicht. Das Drehzahlband garantiert einen sehr sauberen Antritt aus jedem Gang: Nicht ohne irgendwelche Löcher, sondern ohne auch nur ein einziges Loch. Wenn man die Kleine allerdings schreien hören will oder es eventuell etwas eiliger hat, schaltet man runter und genießt es, wenn das Vorderrad leichter wird.

Vom Fotoshooting ging es dann mit der Yamaha MT-09 weiter auf eine ca. 110 km lange, von einem Guide geführte Tour durch die Berge um Split. Der Junge hatte die Runde schon einige Male gefahren, und ich konnte mich bei schneller, kerniger Gangart vertrauensvoll an seinem Bremslicht orientieren. Bremspunkte werden bei der Agilität, der Leichtigkeit und den sehr gut dosierbaren Bremsen der Kleinen bis auf das Nötigste zusammengeschrumpft.

Man muss die Yamaha MT-09 im Kurvenausgang noch nicht einmal wieder ordentlich aufstellen. Man bekommt eine klare Rückmeldung, selbst bei sehr mäßigen Straßenverhältnissen, kann man brutal rausbeschleunigen. No Fear! Ich kenne nichts, was auf Anhieb so schön direkt ist, ausgenommen eines guten Carving-Skis. Zum Abschluss habe ich dann doch noch einmal in den B-Mode geschaltet. Die Kleine und ich, waren auf den letzten Metern zum Hotel, mal beide ganz brav.“

Den MOTORRAD-Fahrbericht zur Yamaha MT-09 lesen Sie in Ausgabe 20/2013, die am 13. September 2013 erscheint.

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