Mackermotorrad

Die von MOTORRAD gefahrene Neander ist nur ein Versuchsträger. In Zukunft soll ein spektakulär gestalteter Cruiser mit einzigartiger Telegabel Kunden anlocken.

Es ist nie zu spät für eine glückliche Jugend. So heißt der Slogan, mit dem Neander Motors ihr endgültiges Produkt, das Mackermotorrad, bewerben will. Und damit Mann sich wirklich jung auf der Neander fühlen kann, baut das Team einen brachial gestylten Riesen-Cruiser. Mit satten zwei Meter Radstand, ebenso satten 220 Nm Drehmoment und 280 Kilogramm Trockengewicht wird dieser Turbodiesel eine echte Herausforderung.
Interessant ist dabei nicht nur der bereits beschriebene Parallel-Twin-Diesel, sondern auch eine neuartige Fahrwerkstechnik mit Vierrohr-Gabel. Sie soll deutlich verwindungssteifer als bisherige Konstruktionen sein.
Ebenso radikal: die anvisierte Sitzhöhe. In nur 45 Zentimeter Höhe wird des Mackers Hintern über die Straße befördert werden, ein Maß, das selbst Piloten gechoppter Harleys vor Neid erblassen lassen dürfte.
Eine bisher so nicht käufliche Mischung aus Komfort und Fahrspaß soll die Neander bieten. Und trotz der vielen Pfunde vollkommen leicht zu fahren sein. Der Pressetext dazu: »Wir haben die ganze Konstruktion auf Männer zugeschnitten, die etwas fahren wollen, was es nicht an jeder Ecke zu kaufen gibt. Es ist ein Cruiser für Leute, bei denen auch Schwarz eine strahlende Farbe sein kann, wenn man die Augen etwas zukneift.«
Für echte Kerle also. Welche wie Heinz Hönig, Schauspieler und körperlich stets sehr präsent. Hönig wird PR-Arbeit für Neander betreiben.
Getestet wurde die spektakuläre Fahrwerksanordnung bereits vor einiger Zeit in einem »Mutant« genannten Prototypen. Kein Geringerer als Ex-GP-Pilot Martin Wimmer kümmerte sich dabei um die korrekte Auslegung der Bauteile.

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