Motorentechnik: SV 650/SV 650 S Von V zu V

Nach dem Triebwerk der TL 1000 präsentiert Suzuki einen weiteren sportlichen 90-Grad-V2

Suzuki setzt nun auch in der Mittelklasse auf das Konzept eines modernen 90-Grad-V-Motors. Gegenüber dem großen Bruder ist das wassergekühlte Vierventil-Triebwerk der SV 650 konsequenter konstruiert. Die Kurbelwelle treibt die beiden obenliegenden Nockenwellen pro Zylinder direkt über Steuerketten an. Zwischenwellen und Zahnräder entfallen und sparen somit Gewicht und Baubreite. Auch die in der Höhe versetzten Getriebewellen im vertikal geteilten Motorgehäuse und unterschiedlich hoch angeordnete Ein- und Auslaßnockenwellen sorgen für sehr kompakte Bauweise. In Verbindung mit dem nahezu aufrechten V - es ist 15 Grad zur Vertikalen geneigt - ergeben sich ideale Voraussetzungen für die Plazierung des Triebwerks. Es läßt sich im Fahrwerk näher ans Vorderrad rücken als bei der TL 1000. Gegenüber deren Triebwerk hat der 650er Motor in puncto Gemischaufbereitung aber das Nachsehen. Anstatt einer Einspritzanlage bereiten Gleichdruckvergaser mit 39 Millimeter Durchmesser das Gemisch auf, ein Katalysator fehlt. Eine vertane Chance, ein modernes Konzept konsequent zu Ende zu führen. Doch grundsätzlich sind dem Motor die Anlagen für ein langes, erfolgreiches Wirken in die Wiege gelegt.

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