MOTORRAD Punktewertung

Motor
Für einen Single sensationell: die Fahrleistungen der Duke. Die Motorcharakteristik leidet unter der Arbeitsverweigerung diesseits der 3000/min und lebt von dem, was danach passiert. Das Ansprech- und Lastwechselverhalten ist gut, das plötzliche Absterben der ersten 690er-Motoren scheint passé. Die Laufruhe ist bauartbedingt kein Glanzlicht, während Kupplung und Getriebe auch höhere Ansprüche befriedigen.

Fahrwerk
Die Leichtigkeit, mit der dieses 160-Kilo-Motorrad nicht in jeder Fahrsituation, aber doch häufig bewegt werden kann, lässt sich in Zahlen nur unvollständig wiedergeben. Im Übrigen gilt: Die Duke wird immer besser, je höher das Tempo ist. Dann geht auch die Fahrwerksabstimmung in Ordnung, der Verstellbereich der Federelemente ist breit und wirkungsvoll. Erstaunlich für die zierliche Duke: die gute Vorstellung im Soziusbetrieb.

Alltag
Viel Bewegungsfreiheit für den Fahrer, räumliche Enge für den Sozius. So müssen die Verhältnisse auf einem derart positionierten Bike wohl ausfallen. Die Sozius-Haltegriffe der Duke taugen bestenfalls für schlanke Frauenhände. Der Rest ist durchaus alltagstauglich. Wer jedoch seinen halben Hausstand mitnehmen möchte, ist angesichts der schmalen Sitz­-bank und fehlender Haken an der falschen Adresse. Die Verarbeitung ist okay.

Sicherheit
Gute Wirkung, mittelmäßige Dosierbarkeit: So lässt sich das Kapitel Bremsen zusammenfassen, weil der Druckpunkt wandert und eine hohe Handkraft notwendig ist. ABS gibt es leider nicht. Die Tendenz zum Lenkerschlagen ist nicht ausgeprägt.

Kosten
Günstiger Verbrauch, die übliche Garantie; einzig bei den Inspektions­kosten fällt die Duke mit 5000er-Intervallen aus dem Rahmen.

Gesamtwertung
Teuer und radikal: Für diese Kurzcharakteristik steht die Duke mit der Preis-Leistungs-Note 2,4 sogar noch verhältnismäßig gut da.

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