Nachgetestet: Hyosung Naked 650 aus MOTORRAD 10/04 Nebenluft bekommt nicht gut

Den Prüfstandslauf hatte die Hyosung Naked 650 klaglos absolviert, dabei satte 71 PS bei 8900 und 64 Nm bei 7300 Umdrehungen gedrückt. Doch dann bekam der muntere V2 aus Korea plötzlich schlechte Laune. Patschte, nervte mit harten Lastwechseln und zeigte sich ziemlich durchzugschwach. Außerdem hatte das zu straff gedämpfte Federbein sämtliche Dämpfungswirkung verloren. Die MOTORRAD-Tester befürchteten Schlimmeres und verständigten den Hyosung-Importeur, damals noch die Firma HMZ. Die holte das Motorrad umgehend wieder ab. Weil sie aber zur gleichen Zeit den Hyosung-Import an die Firma Motor Sport Accessoires übergab, blieb im Übergangstrubel lange unklar, woran die Naked 650 gelitten hatte. Jetzt ist es raus: Ein Ansaugstutzen hatte sich gelöst, der Motor Nebenluft gezogen.
Repariert und mit neuem Federbein kam die 650er wieder zu MOTORRAD, um den Top-Test von Heft 10 zu vollenden. Mit einem achtbaren Resultat: 27 Punkte mehr erhielt sie für Fahrleistungen, die zwar wegen des nicht optimal gestuften Getriebes unter dem Niveau einer Suzuki SV 650 des Jahres 2002 liegen, aber keine Langeweile aufkommen lassen. Obendrein gab es für das verbesserte Preis-Leistungs-Verhältnis noch ein Pünktchen, so dass die Naked 650 mit 553 Punkten abschließt. Das neue Federbein arbeitete allerdings genau wie das alte: zu straff gedämpft. ras

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