Nachtest BMW R 1200 GS Klopf-Zeichen

Foto: Künstle
Beim Top-Test (MOTORRAD 1/2008) der neuen BMW R 1200 GS war aufgefallen, dass die Leistung der Testmaschine auf dem Prüfstand in manchen Bereichen um bis zu zehn PS streute. Offensichtlich regelte die Klopfregelung mitunter, wenn es noch nichts zu regeln gab. Laut BMW eine Frage des Motormanagement, das im ersten Anlauf noch nicht optimal gelungen war. Daher ging die Testmaschine zurück ins Werk und erhielt ein über­arbeitetes Mapping. Alle Serienmaschinen, die ab Januar in den Handel kommen, sollen mit dieser neuen Software ausgerüstet sein. Auf dem MOTORRAD-Prüfstand zeigte sich, dass die neue Regelung nicht mehr so stark eingreift. Dennoch gilt nach wie vor: Ab 5500/min, wenn Drehmoment und Mitteldruck im Triebwerk die höchsten Werte erreichen, streut die Leistung immer noch, nun jedoch um maximal fünf statt bisher zehn PS. BMW proklamiert, dass es sich um ein reines Prüfstandsproblem handelt. MOTORRAD geht dagegen davon aus, dass dieses Phänomen auch auf der Straße auftritt. Spürbar ist es allerdings nicht, denn der Motor läuft ohne Ruckeln oder Aussetzer. Und wer kann schon ohne direkten Vergleich sagen, ob der Boxer gerade 94 oder 99 PS leistet?

MOTORRAD-Messungen

Von der Rolle: Immer noch greift bei der neuen GS mitunter die Klopfregelung ein und raubt dem Motor bis zu fünf PS. Offensichtlich ist es nicht so einfach, den nun auf 12,0 verdichteten Boxer für Super-Kraftstoff abzustimmen. Die Spitzenleistung liegt mit 110 PS klar über der Werksangabe von 105 PS.

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