Neues Spiel, neues Glück - Laverda im Umbruch

Nach etlichen Problemen mit der Fertigungs- und Funktionsqualität, ständig wechselnden Importeuren und überzogenen Verkaufspreisen soll ein modernes und marktgerechtes Management für Ruhe sorgen. Verkaufsleiter Aurelio Lolli, bei aller Begeisterung kein Traumtänzer, weiß um die Notwendigkeiten für eine erfolgreiche Zukunft der 50jährigen Traditionsmarke. »Wir müssen hart arbeiten und realistische Ziele setzen, halbfertige Schnellschüsse können wir uns nicht mehr erlauben, deshalb kommt auch der Dreizylinder erst, wenn er wirklich perfekt ist - und vorher nicht.« Lolli, bereits in seiner Zeit als Bimota-Manager mit ähnlichen Problemen konfrontiert, kennt den Markt und weiß sehr genau, daß es nicht genügt, italienisch eigenständige Maschinen hinzustellen. Auch Service und Kundenbetreuung gehören dazu. Und die katastrophale Lage auf dem deutschen Markt (es existiert derzeit kein offizieller Importeur, deshalb gibt’s auch keine verbindlichen Preisangaben) will man bei Laverda schnellstens bereinigen, damit das Image und die möglichen Kunden nicht ganz verlorengehen. »Wir bringen neue, pfiffige Modelle, die von dem ehemaligen Aprilia-Designer und jetzigen Laverda-Mitarbeiter Alberto Capella entworfen werden, und wir stehen derzeit in Verhandlungen über einen zuverlässigen Importeur für Deutschland. Des weiteren werden wir die Preise auf dem deutschen Markt senken, so wie das in anderen Ländern bereits geschehen ist.«, verspricht Aurelio Lolli allen Laverda-Fans. MOTORRAD bleibt am Ball und kann hoffentlich bald Erfreuliches vermelden. Wäre echt schade drum, wenn das Unternehmen die Waffen strecken müßte.

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