Norton: Eine Marke mit Tradition

Modelle wie Manx, Commando und International, sowie Fahrerlegenden wie Geoff Duke, Mike Hailwood, Phil Read bis hin zu Steve Hislop: All das steht für die 100jährige Norton-Tradition, in deren Verlauf neben 38 TT-Siegen, drei Markenweltmeisterschaften in Folge und immerhin zehn Vizeweltmeisterschaften in der 500er-Klasse eingeheimst werden konnten.Die Geschichte der Firma Norton ist ebenso bewegt wie ambivalent. Mehrere Besitzerwechsel, aber auch sportliche Erfolge ziehen sich als roter Faden durch die Historie der englischen Motorradschmiede.1898 gründet James Lansdowne Norton in Birmingham die Norton Manufacturing Company, 1902 werden die ersten Motorräder produziert. Bereits 1907 gewinnt eine Norton mit Peugeot-Motor die erste TT in der Zweizylinder-Klasse auf der Isle of Man. Die erste »International«, eine Serienversion der Einzylinder-Werksrenner mit ohc-Motor, taucht 1932 auf.Nach dem Konkurs im Jahre 1966 geht es zwei Jahre später dank der »Commando« wieder aufwärts, zwischen 1968 und 1977 werden rund 55 000 Exemplare gebaut. 1978 wird die Norton Motors Limited neu gegründet und sucht einen Neubeginn mit Motorrädern mit Wankelmotor. Obwohl diese Phase 1992 durch einen Sieg von Steve Hislop bei der Senior TT auf dem F1-Wankel-Superbike gekrönt wird, stellt sich kein geschäftlicher Erfolg ein. Schon ein Jahr zuvor hat sich der Deutsche Jo Seifert die Rechte am Namen Norton auf dem Kontinent gesichert, bevor die Norton-Konkursmasse 1992 an eine kanadische Gruppe geht.Im November 1997 bietet Seifert zum Neustart zunächst 100 Exemplare des Typs C652SM an, die als besonderen Gag in Anspielung auf das 100jährige Firmenjubiläum die Fahrgestellnummern 1898 bis 1998 tragen.

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