Premiere: Buell 1125 CR Der richtige Griff

Ein Jahr nach der Premiere der 1125 R stellt Buell einen Café Racer auf gleicher Basis vor: die 1125 CR. Eine gute Entscheidung, zumal der Kunde je nach Vorliebe zwischen genretypischem M- und buelltypischem Rohrlenker wählen kann.

Foto: Buell

Der richtige Griff

Optisch erinnert sie, je nach Blickwinkel, an Suzuki B-King, Honda X-11 und eine umgebaute Kreidler Florett. Eine waghalsige Mischung, die sich in Buells 1125 CR zu einem recht harmonischen Gesamtbild zusammenfügt. Denn zum einen passt die Streetfighter-Maske im B-King Stil zu den Honda-ähnlichen Schnorcheln wesentlich besser als das überbreite Cockpit der 1125 R, zum anderen führt der Kreidler-Florett-Veteranen bekannte M-Lenker zu einer entspannt sportlichen Sitzposition, die gut mit dem ebenfalls sportlich-engen Kniewinkel harmoniert. Wer sich eine etwas komfortablere Sitzposition wünscht, kann die CR alternativ mit einem gewöhnlich geformten Rohrlenker ordern – und muss sich beim Gasgeben an selbigem gut festhalten: Mit dem 148 PS starken, wassergekühlten Rotax-V2 aus der Sportschwester R und einer etwas kürzeren Übersetzung zieht die 1125 CR ab 4000/min linear und mit viel Nachdruck vorwärts.

So gehört sich das für ein dickes Naked Bike. Umso erfreulicher, dass der große Zweizylinder dank neuem Mapping nun bereits ab 2700/min rund läuft, bei Konstantgas cool und ausgeglichen vor sich hin rollt und zudem 20 Prozent weniger Sprit verbrauchen soll. Diese Vorteile werden auch die Fahrer bisheriger 1125 R-Modelle zu schätzen wissen, die das schluckfreudige Ruckelmapping beim Händler gegen die verbesserten, neuen Zahlencodes tauschen lassen können. Um dem dank kürzerer Übersetzung stärkeren Vorwärtsdrang zu begegnen, spendierte Buell der CR eine im Vergleich zur R etwas längere Schwinge. Ansonsten blieb das Fahrwerk technisch unverändert. Die voll einstellbaren Federelemente bieten auf der Landstraße genügend Reserven und sind auch für den einen oder anderen Ausflug auf die Rennstrecke zu haben. Das Ansprechverhalten speziell des direkt angelenkten Federbeins dürfte allerdings etwas besser sein. Die Bremse arbeitet zuverlässig, ist sauber dosierbar und dank dem feuerroten Achtkolbensattel ein echter Hingucker. Wie die 1125 R wünscht sich auch die CR speziell mit M-Lenker am Kurveneingang einen entschlossenen Einlenkimpuls. Schnelle Richtungswechsel gehen dagegen erstaunlich leichtfüßig vonstatten. In der Kurve selbst liegt die CR ruhig und satt – Sportlergene lassen grüßen.

Fazit
Trotz der relativ geringen Änderungen zur 1125 R erweitert die CR als wassergekühltes, bärenstarkes Naked Bike die Buell-Modellpalette sinnvoll. Die kurze Übersetzung und das neue Mapping verhelfen dem Café Racer zu besserem Antritt und zusätzlichem Fahrspaß.

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