Quick Check: Bimota DB6 Delirio Teurer Spaßvogel

Man muss bei so einem Motorrad einfach die Preisfrage stellen: Ist die Bimota DB6 Delirio wirklich 21953 Euro wert?

Foto: K

Teurer Spaßvogel

Antwort: Ja und nein. Sie ist es für den wert, der ein ausgefeiltes Design, Exklusivität und bis ins Detail handwerkliche Perfektion liebt und deshalb bereit ist, dafür tief in die Tasche zu greifen. Dafür bekommt er dann als Bonus obendrauf ein schlankes und sehr leichtes (195 kg) Naked Bike mit gutem Handling und einer begeisternden Agilität. Das Fahrwerk der Delirio – ganz Bimota-Tradition – ist ihre große Stärke.

Der 1100er-Motor ist zwar nicht so exklusiv, stammt von Ducati und arbeitet auch in der Hypermotard, liefert aber den passenden Dampf. Sauber geht es bei mittleren Drehzahlen (ca. 3000 bis 7000/min) zur Sache, genau das Richtige für die Landstraße. Für die Kohle bekommt man sogar ein recht lautstarkes Motorrad, das röhrt, brummt und gurgelt.

Nein, das Geld ist es nicht wert, werden all jene sagen, denen Unbequemlichkeit, eine rupfende Kupplung mit irrer Handkraft und ein falsch platziertes Federbein keinen Cent wert sind. Die Sitzbank ist eine Katastrophe, da zu kurz, die Kupplung rasselt, rupft und schmerzt bald in der linken Hand, und das Federbein wird vom darunter verlaufenden Krümmer so aufgeheizt, dass die Zugstufendämpfung bei der Spritztour förmlich dahinschmilzt.

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