Quick Check: BMW R 1200 GS Adventure Adventure im Einsatz

Mit $(text:b:Kleingeld)$ kommt der abenteuerlustige Zweiradtourist heutzutage nicht weit: An der Tanke werden bei den derzeitigen Benzinpreisen rund 45 Euro fällig, wenn’s im riesigen 33-Liter-Tank der R 1200 GS Adventure staubt.

Ein Trost beim tiefen Griff in den Geldbeutel: Danach dürfen erst einmal ausgiebig Kilometer geschrubbt werden, mehr als 700 Kilometer am Stück sind mit dem Koloss immer drin. Das galt bereits für die Vorgängerin, und das ändert sich auch beim Modell 2008 des Enduro-Tankers nicht. Dessen Grundkonstruktion bleibt unverändert, er bekam jedoch ein leichtes Facelift und die gleichen technischen Änderungen wie das Basis-Modell (siehe Fahrbericht R 1200 GS in MOTORRAD 25/2007). Fünf zusätzliche Pferdchen, also nun nominell 105 statt bisher 100 PS, sind sicherlich ganz nett, hauen den Adventure-Fahrer aber nicht unbedingt vom Hocker. Denn im unteren und mittleren Drehzahlbereich – und hier wird eine Fernreise-Enduro hauptsächlich bewegt – unterscheidet sich der neue Antrieb praktisch nicht vom Vorgänger, erst über 5000 Umdrehungen geht er ein wenig lebendiger zur Sache. Dass die Maximaldrehzahl um einige hundert Umdrehungen erhöht wurde, dürfte ebenfalls kein ausschlaggebendes Kaufargument sein.
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Immerhin haben weder der Drehmomentverlauf noch das Ansprechverhalten im Teillastbereich unter der leicht erhöhten Leistung gelitten, nach wie vor begeistert der weiche, kultivierte Antritt, dieser unnachahmliche Charakter des luftgekühlten Boxers. Dessen Verdichtung aktuell von 11,0 auf 12,0 angehoben wurde. Dennoch begnügt sich die Adventure weiterhin mit Super-Kraftstoff, während die 109 PS starke R 1200 R nach dem teuren Super Plus verlangt. Die zylinderselektive Klopfregelung soll trotz der für einen 101-Millimeter-Kolben beachtlichen Verdichtung dafür sorgen, dass der Boxer in GS und Adventure in fernen Ländern schlechtere Spritqualitäten problemlos verdaut.

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