Quick-Check: KTM EXC 400 Bergziege

Weniger ist mehr: Diesem Credo huldigt die aktuelle Offroad-400er von KTM.

Foto: Gl

Bergziege

KTM EXC 400 Tatort Dolomiten: Innerhalb von fünf Tagen spulte die für 2009 wieder ins KTM-Programm aufgenommene 400er satte 800 Kilometer auf Asphalt, aber hauptsächlich offroad ab – und das sturz- und umfallfrei, was im Gelände eher ungewöhnlich ist. Ob das mit den 400 Kubik zu tun hat? Mag sein, denn im echten Leben, also außerhalb abgesteckter Rennstrecken, ist weniger oftmals mehr.

Im Falle der EXC 400 ist dieses Weniger immer noch genug: 47 PS und 41 Nm (09er-450er-EXC: 53 PS, 47 Nm) sorgen allzeit für sehr kräftige Beschleunigung und vor allem gute Traktion. Denn die Leistungsentfaltung ist sehr gleichmäßig, damit schön kontrollierbar und vor allem kräfteschonend – der wilde Anriss einer 450er im oberen Drehzahldrittel fehlt. Besonders auf engen Wander- und Viehwegen gefiel dieser brave Charakter sehr gut, auch deshalb, weil das spielerische Handling der 400er in trickreichen Trial-Passagen den Motor trefflich ergänzt.

Schnelle Schottersektionen nimmt die KTM ebenfalls sehr gerne unter die Räder, ausgedehnte Drifts und Wheelies über Bodenwellen lassen sich über den Gasgriff sehr gut dosieren. Das generell straff abgestimmte Fahrwerk bietet weite Einstellbereiche und generiert dank gutem Ansprechverhalten bei weit geöffneten Dämpfungsventilen fast Sofa-mäßigen Fahrkomfort, der dem genüsslichen Bergwandern weit entgegenkommt. Wohlfühlen ist auf der 8495 Euro (zzgl. NK) teuren 400er also angesagt. Und wer sich gut fühlt, fährt normalerweise auch so. Was wiederum die 800 Kilometer belegen, bei denen die KTM EXC 400 immer auf den Gummis stand.

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