Quick Check: Moto Morini Granpasso Italiens Herausforderer

Moto Morini stellte die Granpasso auf der EICMA vor, jetzt konnte PS-Mitarbeiter Alan Cathcart das Bike als Erster antesten. Er berichtet von viel Sportlichkeit eines
Motorrades, das sich aufmacht, der BMW R 1200 GS eine ernst zu nehmende Konkurrenz zu sein.

Foto: Nakamura

Italiens Herausforderer

In erster Linie trifft das auf den Motor zu, den man bereits aus den anderen Morini-Modellen kennt: Der 1200er-Twin wurde für die Granpasso gezähmt, leistet aber immer noch 118 PS bei 8500/min und zieht schon knapp über Standgas los. Allerdings geht er sanfter ans Gas als der aus den Nackten, beschert der 210 kg (ohne Sprit) schweren Morini trotzdem auf Straßen ein leichtes, wenn nicht erhobenes Vorderrad.

Dieses führt eine leider nicht einstellbare Marzocchi-Gabel, die auf der Straße im Solo­betrieb sehr hart operiert. Hinten arbei­tet dagegen ein hochwertiges Öhlins-Federbein, was fast ein wenig verschenkt ist, wenn man die Gabel nicht einstellen kann. Offroad ist die Morini etwas überfordert. Sie mag die Straße und das Reisen. Dafür sind 12 990 Euro zu berappen – die Granpasso hätte eine Chance verdient.

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