Quick Check: Moto Morini Scrambler 1200 Noppenfüßler

Markant setzt Moto Morini den seit der Corsaro bekannten kurzhubigen Zweizylinder in Szene.

Foto: Bilski

Noppenfüßler

Der Scrambler mit dem 1200er-Twin ist ein echter Auftritt – besonders optisch. Die dickstolligen, schlauchlosen Metzeler Karoo auf edlen Excel-Felgen fallen als Erstes auf, dann die beiden Schalldämpfer links oben und ein Scrambler-typisches Startnummerntäfelchen hinten rechts. Show gelungen.

In Sachen Performance macht der hoch verdichtende Twin (12,5:1) eine gute Figur. Gut im Futter steht er und treibt bis zu 122 PS auf die Kurbelwelle – gemessene, nicht versprochene PS. Dazu donnert es herzerwärmend aus beiden Rohren, vom Gurgeln aus der Airbox ganz zu schweigen.

Eingebremst wird die Begeisterung darüber jedoch schnell vom bereits erwähnten Stollenreifen. Die Gummiblöcke auf den Pneus führen irgendwie ein Eigenleben und lassen so markante Punkte wie Präzision, Rückmeldung und vor allem Grip glatt unter den Tisch fallen. Gott sei Dank hat der Käufer die Wahl zwischen formvollendeter Optik oder alternativer Erstbereifung mit dem Michelin Anakee.

Wer die Optik vorzieht, kann vor dem Café punkten, der brennwütige Morini-Fan da, wo es drauf ankommt: beim Landstraßenwedeln. Der Preis des Scramblers: 11795 Euro plus Nebenkosten.

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