Rahmenbedingungen

Foto: Barbanti
Grundsätzlich basieren die Fahrwerke der Monster noch auf dem Chassis des altehrwürdigen Superbikes 888. Von dort übernommen wurde nicht nur das Gitterrohr-Geflecht, das von Beginn an für die Aufnahme eines wassergekühlten Vierventilers mit seinen entsprechend hohen Zylinderköpfen konzipiert war, sondern auch die Aluminium-Schwinge mit der charakteristischen Um-lenkwippe. Die Monster 696 ist nun die erste, die aus dieser Bauweise ausbricht.

Erstmals ist das Chassis nicht mehr von vorne bis hinten als Gitterrohr-Verbund ausgeführt. Vielmehr ist das Rahmenheck ein Gussteil und mit dem Vorderteil verschraubt. Vorteilhaft ist neben der kostengünstigen Fertigung auch, dass sich unterschiedliche Wandstärken dort, wo sie nötig sind, einfacher realisieren lassen. Daneben sind die Konstrukteure bei der Formgestaltung relativ frei. Auch die Schwinge besteht aus Alu-Guss. Anders als etwa bei einer Aprilia Shiver sind linke und rechte Hälfte aber nicht miteinander verschraubt, sondern verschweißt.

Neu ist auch die direkte Anlenkung des Federbeins. Der Verzicht auf die Umlenkwippe mit Hebeln und Lagerungen spart neben Gewicht natürlich ebenfalls beträchtlich Kosten bei der Herstellung ein. Und im Alltag muss ein sauber abgestimmtes direkt angelenktes Federbein kein Nachteil gegenüber Lösungen mit Umlenkungen sein. Letztere genießen im Rennsport auf jeden Fall den Vorzug, weil sie mehr Möglichkeiten bei der Wahl der Progression lassen.

Der Verzicht auf eine Umlenkung und die asymmetrische Anbringung des Federbeins schaffen außerdem unter der Sitzbank Platz für die Fortsetzung des Kunststofftanks, der gegenüber dem Vorgänger – selten in diesen Zeiten – um einen Liter angewachsen ist.

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