Rainer Froberg zur Harley-Davidson Road King

Eigentlich ist die Harley nur was für gutes Wetter. Das liegt in erster Linie an den Reifen. Der Dunlop D 402 rutscht im Nassen schon bei 20 Grad Schräglage weg, es ist wie Fahren auf Schmierseife. Ich konnte kein Vertrauen aufbauen. Wenn noch Kälte dazu kommt, dann bist du ganz der Mops. Die Fahrt war also ein echtes Abenteuer. Aber es gibt auch Gutes zu berichten: Der Motor läuft seidenweich und hängt super am Gas, bringt viel Druck aus dem Drehzahlkeller. Aus Kehren heraus zu beschleunigen ist ein Kinderspiel. Da muss man aufpassen, sonst hängt man dem Kollegen mit der R1 im Heck, hähähä. Andererseits ist Bremsen Konzentrationssache. Vorn musst du richtig reinlangen: hohe Handkraft und stumpfe Bremse. Hinten blockiert’s schnell. Das Kapitel Verzögerung ist bei zügiger Fahrweise nur was für Könner. Warum ich die Road King trotzdem kaufen würde? Bei artgerechter Haltung – Sonne, 20 Grad – lassen dich der Sound und das Motorbrabbeln glauben, selbst auf der Heimfahrt vom Büro in einem dreiwöchigen Urlaub zu sein.

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