Reifenempfehlung

Für die Triumph Daytona 675 gilt keine markenbezogene Reifenbindung. Es ist nur die Dimension festgeschrieben, womit man bei der Reifen-wahl einen erfreulich großen Spielraum hat.

Mit dem serienmäßig montierten Pirelli Supercorsa Pro ist die Daytona für den sportlichen Einsatz bestens gerüstet. Solider Grip auch auf der Rennstrecke und eine gute Rückmeldung haben im Verbund mit den kurvenfreundlichen Handling-Eigenschaften einen großen Anteil an den supersportlichen Fahreigenschaften der 675. Allerdings sollte man Kälte und Nässe meiden, denn unter solchen Umständen taugt diese Gummimischung nicht.

Als echte Empfehlung für den Alltag kristallisieren sich die bewährten Michelin Pilot Power heraus. Der französische Pneu unterstützt das von Haus aus schon erstklassige Handling, haftet beim Landstraßenritt, was das Zeug hält, und ist bei Regen nicht zu schlagen.

Versuche mit dem neuen Tourensport-Pneu Pilot Road2 fielen weniger gut aus. Zu kippelig in Schräglage und mit deutlichem Shimmy passt diese Paarung nicht zum agilen Fahrwerk der Daytona 675.

Als brillante Alternative zu den beliebten, aber von der aktuellen Rückrufaktion gebeutelten Michelin Pilot Power empfiehlt MOTORRAD den Metzeler Sportec M3, der zwar nicht ganz so handlich ums Eck zischt wie der Michelin, dafür mit exzellenter Kurvenstabilität, glasklarer Rückmeldung und einem satten Gripniveau auch auf der Rennpiste begeistert.

Wer’s noch rasanter mag und der 675er öfters auf dem Kringel die Sporen gibt, dem sind die straßen-zugelassenen Supersport-Reifen zu empfehlen. Auch in dieser Kategorie führt Metzeler mit dem Racetec K3 vor, wie man beste Kurvenstabilität, eine mörder Haftung und passablen Nass- und Kaltgrip unter einen Hut bringt.

Bridgestone, mit dem BT 014 bei den reinen Straßenreifen nicht ganz auf dem Stand der Zeit, hat dafür den BT 002 Racing Street im Programm, der auf der Triumph mit vorzüglichem Handling, verläss­-licher Haftung, einem sehr transparenten Grenz­bereich und erstaunlichen Nassqualitäten begeistert.

Auch noch in die engere Wahl der Supersportreifen für die rasante Rennstreckenjagd kommen die Continental Race Attack mit verbesserter Nasshaftung und sehr guten Handling- und Kurveneigenschaften.
Über die Qualitäten aller anderen aktuellen Sport- und Supersportgummis geben die Reifentests aus MOTORRAD 12/2006 und 25/2006, gefahren auf der Yamaha YZF-R6, Auskunft. Bei stichproben­artigen Nachtests mit der kleinen Daytona ließen die Resultate fast keine Abweichungen erkennen.

Wichtig bei den Rennsportreifen, vor allem beim Metzeler Racetec K3 und Pirelli Supercorsa: Der Luft­-druck muss deutlich nach unten korrigiert werden. Mit 2,3/2,3 bar für die Landstraße und 2,1/1,8 bar auf der Rennpiste kommen die Pneus richtig auf Temperatur und verhindern so das faserige Aufreißen der Lauffläche im Schulterbereich. Alle anderen Straßenpneus können im Alltagsbetrieb bedenkenlos mit 2,3/2,5 bar gefahren werden, bei langen Auto­-bahnetappen sorgen 2,5/2,7 bar für weniger Erwärmung und geringeren Verschleiß.

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