Rolf Henniges zur Vespa GTS 250 i.E. ABS

Zwölf-Zoll-Räder, pummelige Optik, Automatikgetriebe. Bis die Wespe auf 70 km/h beschleunigt, vergehen sieben Sekunden. In dieser Zeit stehen bei der R1 oder der 1098 fast 200 auf der Uhr. Sich dann auch noch mit der 250er durch die Berge quälen ... Ehrlich: Vor der Tour glaubte ich, den Schwarzen Peter zu haben. Doch dann: Abgesehen von den technischen Problemen hat sich die Italienerin als Tourer prima bewährt. Das Fahrwerk ist straff und vermittelt sogar gutes Feedback, die montierten Pirellis bieten ordentlich Grip und auf dem breiten Sattel lässt es sich sehr komfortabel wohnen. Der Windschutz ist super, die Scheibe erledigt ihren Job gut. Was mich jedoch völlig überzeugt hat, ist der nur 21 PS starke Viertaktmotor. Abgesehen von hektischen Über­holmanövern oder an Steilanstiegen wie dem Timmelsjoch hat er alles souverän gemeistert. Die Automatik stört keineswegs und ist fürs Touren optimal. Darüber hinaus wirkt die Wespe durch ihren Pressstahlrahmen robust und ist obendrein immer noch Kult.

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