Schon gefahren: Yamaha FZ8 / Fazer 8 Acht-Vorstellung

Endlich zeigt Yamaha seine neuen 800er nicht nur auf Bildern, sondern in echt und in Farbe. Bringt es das neue Duo?

Foto: Archiv

Nur zu schade, dass bei der Präsentation der neuen Yamaha-Modelle FZ8 und Fazer8 kein ABS verfügbar war. Hätte man so doch die Qualitäten der Neuzugänge zur Gänze erfahren und erbremsen können - sei's drum. Nach Deutschland jedenfalls wird sich kein Fahrzeug ohne den segensreichen Blockierverhinderer verirren. Der ist hierzulande ebenso Serie wie zwei seitlich angebrachte Bugspoiler. Doch was beschert uns ein Motorrad, das sich in die Hubraum-Lücke zwischen FZ6 und FZ1 drängelt? Zunächst einmal einen Motor, der Laufkultur und Durchzugskraft großschreibt. Nach kurzem Druck auf den Starterknopf fällt der 779-Kubik-Motor in einen gleichmäßigen, leicht erhöhten Leerlauf. Mit kernigem Krachen schnalzen die Getrieberäder des ersten Gangs in Position, lässig bummelt der Motor ohne Kon-stantfahrruckeln im Stadtverkehr dahin. In den unteren Gängen reicht die Kraft des Vierzylinders locker für kleine Zwischenspurts, um in die Lücken des Berufsverkehrs zu stechen. Es geht aber auch anders: Beim flüssigen Kurvenreiten hält man die Kurbelwelle im Bereich zwischen 4000/min und 8000/min, eben dort, wo das Triebwerk am kräftigsten ist.

Für angemessene Verzögerung sorgen die bewährten einteiligen Vierkolbenbremsen aus eigenem Hause. Wird heftigst geankert, federt die Upside-down-Gabel zwar etwas zu rasch durch, gibt sich sonst aber keine Blöße: Bodenwellen und frostgesprengten Asphalt meistert sie souverän. Das Federbein hingegen ist sanft gedämpft, kommt selbst bei hoher Federvorspannung schnell an seine Grenze - erst recht im Soziusbetrieb. Zwar fahren beide Achter damit handlich und präzise, deftiges Beschleunigen und Bodenwellen in Kurven werden jedoch mit Pumpen quittiert. Den guten Gesamteindruck der beiden 800er trübt das nur wenig.

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