Selber Gasgeben - Seriensport als Einstiegsdroge

Zuvi kürzte man sie früher liebevoll ab. Denn das gestrenge Deutsch der Sportbehörden titulierte sie mit Zuverlässigkeitsfahrten doch allzu strikt. Rennen? Nein, das sollten sie nicht sein. Obwohl sie es doch waren. So ein bißchen wenigstens. Deshalb nennt man das heute, wenn ganz gewöhnliche Motorradfahrer einfach mal mit ihrer ganz gewöhnlichen Serienmaschine auf der Rennstrecke außergewöhnlich Gas geben möchten, auch Seriensport. Richtig so.Seriensport bietet das, was sich viele Motorradfahrer hierzulande immer öfter wünschen: Motorradfahren auf der Rennstrecke, mit sattem Grip, ohne Gegenverkehr, mit ganz viel Sturzraum - und ein bißchen Rennen. Denn das Fahren nach eigenem Gusto steht bei allen Veranstaltungen im Vordergrund. 160 Kilometer sind´s bei jedem Seriensport-Auftritt. Die kann jeder abspulen - ganz für sich, so schnell er will oder kann. Zum Schluß gibt´s dann ein Rennen über 40 Kilometer für jede Klasse. Ein bißchen Rennluft möchte doch jeder schnuppern.Apropos Klasse - davon existieren fünf: 250-cm³-Zweitakt/400-cm³-Viertakt, Supersport 600, Supersport 750 und die Big Bikes bis 1200 cm³ mit zwei und mehr Zylindern. Und alles seriennah bitte. Alle Um- und Anbauten müssen in die Papiere eingetragen sein, Slickreifen sind sowieso tabu. Blinker- und Scheinwerfer abkleben, Startnummer aufkleben, fertig. Mehr ist nicht erlaubt und auch nicht nötig. Außer dem schnöden Mammon. 210 Mark Nenngeld fallen pro Auftritt an. Eine B-Lizenz für 70 Mark als Tageslizenz oder 260 Mark für eine Jahreslizenz braucht´s wegen der Versicherung.Wem geteilte Freude doppelte Freude beschert, der kann´s seriensportlich auch bei MOTO aktiv versuchen. Gemeinsam mit Freund oder Freundin machen die Langstreckenrennen des renommierten Veranstalters in der Tat gewaltig Laune. Im Zweier- oder Dreier-Team vier oder gar acht Stunden über die Rennstrecke zu braten hat zweifellos etwas Besonderes. Wobei sich das technische Reglement samt Klasseneinteilung - entsprechend der speziellen Ausrichtung der Serie auf Hobbyfahrer - weitgehend an das Regelwerk des Seriensports anlehnt. Mehr Zeit auf der Piste kostet jedoch auch mehr: 370 Mark Nenngeld fallen pro Fahrer an. Eine Lizenz können sich Neulinge mit Motorrädern unter 100 PS für den Anfang sparen.Ob Seriensport-Sprint oder Langstrecken-Dauerlauf, wenig technischer Aufwand und dennoch überschaubare Kosten summieren sich letztlich bei beiden zu einer ganzen Menge Spaß. Und Neulinge und Neugierige sind bei beiden Serien sowieso gern gesehen.TermineSeriensport5./6. Juni Salzburgring/A13. Juni Hockenheim4. Juli Hockenheim11. Juli Nürburgring1. August Nürburgring28. August Brünn/CZKontakt: Gustav Lux, Telefon/Fax 06173/67227MOTO Aktiv Langstrecken-Meisterschaft4.-6 Juli Vier Stunden Oschersleben29. - 31. Juli Vier Stunden Zolder/B1. - 3. Oktober Acht-Stunden OscherslebenKontakt: MOTO Aktiv, Telefon 06427/92300, Fax 06427/923030.

Artikel teilen

Anzeige

Aktuelle Gebrauchtangebote