So testet MOTORRAD Laufruhe Motor/Antrieb

MOTORRAD erklärt die einzelnen Kriterien der 1000-Punkte-Wertung (Teil 12).

Der eine mag’s durchaus geschüttelt, beim anderen darf sich überhaupt nichts rühren: Vibrationen sind ein ewiges Thema unter Motorradfahrern. Ganz emotionsfrei gesehen ist es natürlich am besten, wenn der Motor seine Lebensäußerungen so weit im Zaum hat, dass der Fahrer davon rein gar nichts mehr spürt. Vibrationen steigen in aller Regel mit dem Hubraum und umgekehrt proportional zur Zylinderzahl. Im Klartext: Große Zweizylinder schütteln tendenziell recht heftig, kleine Vielzylinder kaum. Der Konstrukteur kann je nach Zylinderkonfiguration mit Ausgleichswellen oder dämpfenden Gummielementen für mehr Ruhe sorgen. Auch kommt es auf die Feinabstimmung zwischen Fahrwerksteilen und Motor an, damit keine störenden Resonanzschwingungen entstehen. Oft stören die derben Schwingungen eines dicken V2 weniger als feines, auf Dauer nerviges Kribbeln mancher Vierzylinder. Vibrationen können aber auch von Fahrbahnunebenheiten und Resonanzen von Fahrzeugteilen ausgehen. Die KTM Adventure könnte wegen des starr verschraubten Zweizylinders mit geringen Schwungmassen ein kräftiger Schüttler sein. Aber die zentrale Ausgleichswelle schafft es in Verbindung mit Gummilagern am Lenker offensichtlich ganz gut, die Vibrationen im erträglichen Maß zu halten. Nur bei hohen Drehzahlen auf lange Dauer wird es auf der Adventure doch ziemlich ungemütlich.

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