So testet MOTORRAD Ansprech-/Lastwechselverhalten

MOTORRAD erklärt die einzelnen Kriterien der 1000-Punkte-Wertung (Teil 9)

Ruppige Motoren haben für manchen vielleicht einen ganz besonderen Reiz, aber dauerhaft macht so ein Raubauz kaum Spaß. Schöner und besser sind solche Motoren zu fahren, die seidenweich ans Gas gehen, spontan und direkt auf den Lastwechsel ansprechen und auch beim Gaswegnehmen sanft in den Schiebebeteieb übergehen. Dabei spielen viele Komponenten eine Rolle, etwa das oft zitierte Spiel im Antriebsstrang. Dieses ergibt sich aus der Summe des Spiels der Getrieberäder, der Kette und des Kettenradträgers samt Ruckdämpfer. Grundsätzlich ist dieses Spiel bei den meisten Maschine vorhanden und ungefähr gleich groß. Falls es mehr oder weniger deutlich spürbar wird, liegt das meistens an einer nicht optimalen Abstimmung des Vergasers oder der Einspritzung. Beispiel Kurvenscheitelpunkt: Dort geht das Motorrad vom Schiebebetrieb in den Beschleunigungsvorgang über. Wenn dieser Lastwechsel sanft vonstatten geht, bleibt auch die saubere Linie erhalten. Fast optimal verhält sich hier etwa eine Buell. Die verfügt über einen spielfreien Zahnriemen, der sogar ein kleines bisschen Elastizität besitzt. Aber auch die kettengetriebene Kawasaki ZX-6R macht ihren Job mehr als ordentlich. Dank ausgeklügelter Einspritztechnik hängt sie sauber, ruckfrei und direkt am Gas, verdient sich somit xx von maximal 20 Punkten.

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