Im Test: Suzuki Burgman 400 Z Sehr Komfortabler Suzuki Roller

Der Großroller Suzuki Burgman 400 Z vereint Komfort und reichlich Raum für Gepäck mit den Vorzügen des Motorradfahrens.

Foto: www.bilski-fotografie.de

Suzukis Dauerläufer unter den Großrollern, der Burgman 400, punktet schon in der Basis-Version für 6800 Euro mit viel Komfort sowie einem riesigen Platzangebot auf und unter der Sitzbank: Fahrer und Sozius thronen bequem auf den weichen und breiten Sitzpolstern; das beleuchtete Staufach darunter bietet jede Menge Platz für den Wocheneinkauf. 62 Liter fasst der Kofferraum - das reicht sogar für zwei Integralhelme plus Motorradjacken. Unter dem Cockpit gibt es drei kleinere Staufächer, eines davon ist abschließbar und mit einer 12-Volt-Steckdose ausgestattet. Dort kann z. B. ein Handy während der Fahrt laden. Das 300 Euro teurere Modell Burgman 400 Z erfreut Ganzjahresfahrer mit einer Griffheizung sowie den großen, in Fahrzeugfarbe lackierten Handschützern. Außerdem trägt es eine Rückenlehne für den Beifahrer.

Das moderne Cockpit sieht aus, als stammte es aus einem Auto. Es versorgt den Fahrer mit mehr Informationen, als der zum Fahren braucht: Zusätzlich zu den üblichen Daten zeigt es Außentemperatur, Durchschnittsverbrauch und die nächste Inspektion an. Vorbildlich auch der niedrige Verbrauch, dem der Burgman jedoch eine recht bescheidene Motorleistung entgegensetzt: 33 PS reichen zwar im Alltag aus, Überholmanöver dauern jedoch etwas länger. Auf Ampelduelle lässt sich ein Genussrollerfahrer eh nicht ein. Wer mehr Leistung braucht oder will, dem steht ja der 650er-Burgman offen. Großes Lob verdienen die hervorragenden Bremsen. Sie packen kräftig zu und erfordern nur wenig Handkraft; ABS hat der Burgman 400 Z serienmäßig an Bord. Für 7200 Euro bekommt man einen sauber verarbeiteten, sehr gut ausgestatteten Roller, der sich kaum Schwächen leistet. Lediglich die Fußablagen für den Sozius sind sehr schmal und kurz geraten; die Füße rutschen leicht ab. Fraglich bleibt auch, wieso der Doppelscheinwerfer eine Hälfte für das Abblendlicht und die andere für das Fernlicht nutzt - zumal das Abblendlicht den rechten Fahrbahnrand eher schlecht ausleuchtet. Das jedoch ist marginale Kritik an einem rundum gelungenen Roller.

Aufgefallen

Positiv
Laufruhiger Motor
Bequeme Sitzbank
Sozius-Rückenlehne
Prima Wind- und Wetterschutz
ABS serienmäßig
62 Liter Stauraum + Kleinfächer
Sparsam im Verbrauch

Negativ
Etwas lethargische Fahrleistungen
Schwache Lichtausbeute
Wenig Schräglagenfreiheit
Recht schwer für einen 400er

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Foto: Bilski

Fahrverhalten / Endwertung

Fahrverhalten

In der Stadt

Zum Durchschlängeln im dichten Stadtverkehr eignet sich der Burgman leider nicht, dafür ist er zu breit - an den Handschützern misst er 84 Zentimeter, an den Spiegeln gar 92. Egal, ob Wochen-- einkauf oder Aktentasche, im  riesigen, beleuchteten Staufach  ist Platz für jede Menge Gepäck.

Auf der Autobahn

Auf der Autobahn erreicht der Burgman die angegebene Höchst-ge--schwindigkeit von 140 km/h, läuft   sogar noch etwas schneller . Bei diesem Tempo dreht der Einzylinder jedoch ungebührlich hoch. Insbesondere kleinere Fahrer bleiben hinter der Scheibe vom Fahrtwind weitgehend verschont.

Auf der Landstraße
33 PS reichen für Landstraßentempo aus. Überholmanöver brauchen allerdings etwas mehr Weg und Zeit. Dank der  bequemen Sitzposition  lassen sich lange Strecken locker abspulen, der Verbrauch ist erfreulich niedrig, und das Fahrwerk bietet einen guten Mittelweg zwischen Komfort und Rückmeldung.


Endwertung

Motor

Sparsam und geschmeidig verrichtet der Einzylinder seinen Dienst. 33 PS sind gerade genug, Überhol-manöver wollen gut überlegt sein.

Ausstattung
Zeituhr, Tankuhr, Thermometer, Drehzahlmesser, Warnblinkanlage, Stau-fächer - der Burgman hat mehr, als man braucht, und ist gut verarbeitet.

Komfort
Weiche Polster, viel Platz, guter Windschutz - mehr braucht es nicht zum Glück. Lediglich sehr große Fahrer wünschen sich eine höhere Scheibe.

Fahrwerk
Dem Roller gelingt ein guter Kompromiss zwischen Komfort und Härte. Bei Autobahntempo wird er jedoch etwas unruhig.

Bremsen
Die großen Doppelscheiben vorn und die Einzelscheibe hinten verzögern perfekt. Gefahrbremsungen nimmt das serienmäßige ABS den Schrecken.

Einsteigertauglichkeit
Mit 225 Kilogramm ist der Burgman recht schwer, dank niedrigem Schwerpunkt aber gutmütig und leicht handhabbar.


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Technische Daten

Foto: Bilski

Motor: Einzylinder-Viertakt/Reihe
Hubraum: 400 cm³
Kraftübertragung: Variomatik/Riemen
Leistung: 24 kW (33 PS) bei 7000/min
Max. Drehmoment: 34 Nm bei 5000/min
Bremse vorn Doppelscheibe: (Ø 260 mm)
Bremse hinten Scheibe: (Ø 210 mm)
Reifen vorn: 120/80-14
Reifen hinten: 150/70-13
Federweg vorn/hinten: 110/100 mm
Tankinhalt: 13,5 Liter, Normal
Farben: Rot, Silber, Weiß
Wartungsintervalle: 6000 km
Preis: 7200 Euro inkl. Nebenkosten

Höchstgeschwindigkeit*: 140 km/h
Beschleunigung: 0−50 km/h 3,4 sek
Beschleunigung: 0-100 km/h 11,3 sek
Gewicht: vollgetankt 225 kg
Zuladung: 190 kg
Verbrauch: Landstraße 4,4 l/100 km

*Werksangabe

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