Suzuki Hayabusa

Foto: Künstle
Den absoluten Kontrast zur Triumph bildet die Suzuki Hayabusa. Eine Maschine, die mit ihrem lang gestreckten Design und der unerschöpflichen Leistung aus jeder Pore nach Speed schreit. Auf der Anreise in die Alpen Tempo bolzen, das kann keine Maschine so gut wie die Hayabusa. In den Bergen angekommen, lernt man schnell die andere Seite des Kraftpakets kennen. Dort überzeugt die Suzuki mit sattem Schub schon bei niedrigsten Drehzahlen. So stellt man sich das vor: ganz locker im Zweiten aus den Kurven drücken lassen, die Nadel auf dem Drehzahlmesser immer unter 4000 Umdrehungen. Das ist lässig, das verleiht Souveränität. Dabei hängt der Reihenvierer seidenweich am Gas, benimmt sich lammfromm. Ein fantastischer Antrieb mit außergewöhnlicher Bandbreite.

Ähnliches gilt für das Fahrwerk: Nicht überaus handlich, jedoch neutral und stabil. Nicht hektisch, sondern berechenbar. Dazu eine Federung, die fein anspricht und auch bei Zuladung nicht kapituliert. Warum die Hayabusa trotz dieser Qualitäten den Aufstieg in die Finalrunde knapp verpasst? Weil sie auf Dauer gesehen lediglich mäßigen Sitzkomfort bietet, besonders der Beifahrer hockt eher wie auf einem Supersportler. Weil der Windschutz nicht gerade üppig ausfällt. Und weil sie – unverständlicherweise – kein ABS besitzt.

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