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Die DSM-Ducati DSM-Mono im Test.

Umbau: DSM-Ducati DSM-Mono Monster-Umbau: DSM-Mono

Kaum etwas erinnert nach der Metamorphose zur DSM-Mono noch eine Ducati Monster - und der Umbau ist komplett rückbaubar.

DSM-Ducati DSM-Mono

Nach wie vor hat der luftgekühlte Zweiventiler von Ducati eine große Fangemeinde. Nur wer sich den Desmodue im Sportgewand wünschte, schaute seit dem Abtreten der SS-Baureihe bei Ducati in die Röhre. Grund genug für DSM-Chef Klaus Mayerhofer zu handeln. Ihm liegen die Desmo-Zweiventiler besonders am Herzen. Seit Jahrzehnten legt er ihre sportlichen Talente mit allen denkbaren Tuning-Finessen frei.

Sein jüngster Wurf: ein Straßensportler auf Basis der aktuellen Monster-Modelle. Kernstück seines Umbaus ist ein adrettes GfK-/Kohlefaser-Monocoque, das die grazile Statur der Ducati so richtig zur Geltung kommen lässt. Ergänzt wird der Umbau durch eine selbst entworfene Lampenmaske. Damit wird die Mono vollends zur eigenständigen Erscheinung, die sich optisch bewusst von der Monster-Basis abhebt. Und nicht nur das: Satte 16 Kilogramm hat die Italienerin durch den Umbau abgespeckt.

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Bereits im Stand fühlt sich die Rote an wie eine 250er. Und entsprechend energisch geht es im Kurvenlabyrinth zur Sache. Wirklich unhandlich ist so eine Monster ja schon serienmäßig nicht. Die DSM-Mono legt aber nochmals mehr als eine Schippe nach. Dazu röhrt es bei voll aufgezogenen Drosselklappen nach Herzenslust aus der modifizierten Airbox unter dem Tank, der für das Ansauggrollen den Resonanzkasten spielt. Übertrieben laut wird das aber nie. Erfreulich dezent auch das Bullern aus dem schlanken Endtopf, der frech unter dem Heck hervorlugt. Die adrett geführte Auspuffanlage entsprach dabei noch nicht dem endgültigen Stand, wird aber mit EG-Betriebserlaubnis zu haben sein. Dann auch für alle Monster-Modelle von 696 aufwärts. Sie trägt auf jeden Fall ebenso ihren Teil zur Schlankheitskur bei wie der leichte LiFePo-Akku.

Der drehmomentstarke L-Twin jedenfalls hat wenig Mühe mit dem bisschen Gewicht und treibt die Mono mit Verve aus den Ecken. Aus diesem Holz sind echte Landstraßen-Brenner geschnitzt. Wobei die Mono gepflegten Asphalt eindeutig bevorzugt. Das Mupo-Federbein gefiel mit feinem Ansprechen, die Abstimmung lag aber eindeutig auf der sehr straffen Seite, eher für feinen Rennstreckenasphalt denn für ungepflegte Nebensträßchen. Passend dazu die sportliche Sitzposition. Das Sitzpolster aus gefühlsechtem Moosgummi steigt nach hinten etwas an und kippt den Oberkörper in Richtung LSL-Stummel. Die Beine ruhen mit entspanntem Kniewinkel auf den griffigen und nach Bedarf einstellbaren MR-Rasten, das passt für den gepflegten Landstraßensport. Nur beim Wenden ist etwas Vorsicht geboten: Die Lenkerenden und damit die Hände kommen den Tankflanken recht nahe. Aber damit befindet sich die Mono in bester Gesellschaft, bei der 916 war das ähnlich. Auf jeden Fall genügen die gut 95 Serien-PS bei Weitem für kernigen Landstraßenspaß mit dem Fliegengewicht. Wem es dennoch nach mehr verlangt, für den hält Mayerhofer alle denkbaren Tuning-Stufen von mild bis wild bereit.

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Foto: jkuenstle.de
Die DSM-Ducati DSM-Mono im Test.
Die DSM-Ducati DSM-Mono im Test.

Umbau-Infos

Umbau-Infos

Monocoque GFK/Karbon1350 Euro
Monocoque GFK1230 Euro
Airbox

95 Euro

Karbon Kotflügel vorn170 Euro
Scheinwerfer mit Lampen-
maske und Halter
258 Euro
DSM-Komplettauspuff1300 Euro
DSM-Kennzeichenhalter140 Euro
Mupo-Federbein1169 Euro
MR-Federbein500 Euro
LSL-Lenkerstummel200 Euro
Braking Wave-Bremsscheibe
vorn à
280 Euro
Brakung Wave-Bremsscheibe
hinten
163 Euro
LiFePo-Akku 6,9 Ah200 Euro
ABM Synto-Handhebel à109 Euro
Karbon-Ritzelabdeckung70 Euro
Karbon-Zahnriemenabdeckung140 Euro
Spiegel mit Blinkern95 Euro

Kontakt:
DSM-Ducati, 73340 Amstetten, Tel. 0 73 31/6 62 62, www.dsm-ducati.de

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