Test Honda S-Wing 125 Kleine S-Klasse

Foto: Jahn
Auch in der 125er-Roller-Klasse hat der Luxus Einzug gehalten. Bei Honda fuhr in den letzen Jahren der Pantheon erfolgreich auf dieser Schiene. Jetzt hat er im neuen S-Wing 125 einen würdigen Nachfolger gefunden. Die voluminöse Verkleidungsfront mit den weit nach unten gezogenen Doppelscheinwerfern, die vorbildlich helles Licht erzeugen, bietet beachtlichen Wind- und Wetterschutz. Die hohe Verkleidungsscheibe, hinter der sich prachtvolle Instrumente wie bei einem Pkw präsentieren, erzeugt kaum störende Verwirbelungen. Edel wirkt die Innenverkleidung, keine Anmutung von billigem Kunststoff. Großzügig ist die Kniefreiheit bemessen.

Auf der gut gepolsterten Sitzbank findet der Fahrer ein bequemes Plätzchen vor. Ein Beifahrer kann es sich dank ausklappbarer Fußrasten ebenfalls recht gemütlich machen. Dahinter ist sogar noch Platz für einen großflächigen Gepäckträger, der ein 35 Liter großes Topcase (128 Euro bei Honda) aufnehmen könnte.

Doch den zusätzlichen Stauraum braucht man zunächst einmal nicht. Denn unter der Sitzbank befindet sich ein großzügig bemessenes, beleuchtetes Staufach, das über einen Integralhelm hinaus noch weit mehr Utensilien bunkern kann. Lediglich das nicht abschließbare Handschuhfach fällt bescheiden klein aus.

Unter der eleganten Schale des S-Wing verbirgt sich moderne Motorentechnik. Der wassergekühlte Viertakt-Einzylinder mit elektronischer Einspritzung und geregeltem Kat leistet 14 PS, die sich leise, kultiviert und putzmunter in Szene setzen. Im Stadtverkehr hält die Variomatik die Drehzahl zwischen 7000 und 8000/min und treibt den 162 Kilogramm schweren Roller zügig voran. Schnell erreicht er seine Höchst-geschwindigkeit von 105 km/h, sodass Brummis zügig überholt werden können. Gerade mal drei Liter verbraucht der Single im Schnitt. Somit sind bei 9,4 Liter Tankinhalt gut 300 Kilometer Reichweite möglich. Für einen 125er-Roller üppig.

Der S-Wing ist mit einer leicht do-sierbaren, wirkungsvollen Verbundbremse ausgestattet. Und gegen 500 Euro Auf-preis mit fein regelndem ABS zu haben. Komfortabel sind die Federelemente abgestimmt, trotzdem stecken sie einiges weg. Leicht lenkt der S-Wing 125 ein, folgt ziel-sicher und neutral allen Kurvenradien und gibt sich selbst auf schlechten Straßen ausgesprochen spurstabil.

Mit Seitenständer und Bordcomputer ist der gut ausgestattete, 3840 Euro teure S-Wing nicht nur günstiger als seine direkten Konkurrenten Peugeot Satelis (3959 Euro) und Piaggio X8 (3999 Euro), sondern kostet auch 40 Euro weniger als sein Vorgänger Pantheon. nk

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